Nicht schön, aber wichtig

Nicht schön, aber überaus wertvoll. Der Handball-Zweitligist Tusem Essen gewann am Freitagabend beim Schlusslicht Baunatal mit 23:18 (11:9/ wir berichteten) und hat mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Natürlich waren die Essener wohl erstmals überhaupt in dieser Spielzeit als leichter Favorit in dieses Duell mit dem abgeschlagenen Schlusslicht gegangen. Doch diese mentale Belastung kann auch lähmen, erst recht, wenn man wie bisher auswärts so schwach aufgetreten ist.

Auch wenn das Endergebnis klare Verhältnisse suggeriert, es entwickelte sich ein enges, zerfahrenes Spiel, Abstiegskampf pur. „Baunatal hat sich auch nie aufgegeben“, atmete Tusem-Trainer Mark Dragunski auf. Dass seine Mannschaft nicht gut gespielt hatte, das interessierte ihn im Nachhinein herzlich wenig: „Ich bin froh, dass wir die Punkte haben.“ Immerhin, die Abwehr funktionierte ganz ordentlich, auf Torhüter Sebastian Bliß war ebenfalls verlass. Dennis Szczesny war mit sieben Treffern der erfolgreichste Werfer auf Essener Seite. Die Gäste ließen sich von dem 0:3-Rückstand nicht beirren und behielten die Nerven. Nicht immer, denn nach einer Drei-Tore-Führung in der zweiten Hälfte stand es plötzlich 16:16 (48.), nachdem die Gäste in Unterzahl agieren mussten. In der Endphase übernahmen Routinier Michael Hegemann und Linksaußen Lasse Seidel die Verantwortung und trafen je dreimal.

Am kommenden Freitag (19.30 Uhr) kommt Tabellennachbar SV Henstedt-Ulzburg zum Hallo.