Neuer ETB-Trainer, altes Ziel

ETB SW Essen

Die Schwarz-Weißen äußerten vor der Saison, da sein zu wollen, falls das Topduo RWE und RWO schwächeln sollte. Da es dem ETB diesen Gefallen jedoch nicht tat, rangieren die Essener auf Platz drei und sind gewissermaßen „The Best of the Rest“, wie es Trainer Sven Zocher formulierte. Allerdings trat dieser zum Jahresende, aus Ärger über das seiner Meinung nach „arrogante Verhalten“ des Vorstands und der Verantwortlichen der Ersten Mannschaft, zurück. „Er hat hier eine super Arbeit abgeliefert. Die Truppe stand zu 150 Prozent hinter ihm“, bedauert Werner Gerlich, derzeit kommissarischer Jugendleiter des Klubs, Zochers Entscheidung noch immer. Er lobt den „unglaublichen Zusammenhalt“ innerhalb des Kaders und bezieht dabei ausdrücklich auch die Reservespieler mit ein. Auf dem Platz habe sich dieser häufig in spielerischer Überlegenheit ausgedrückt. Hinzu kommt die starke Defensive, die nach RWE die wenigsten Gegentore zugelassen hat (8), so dass der Vorsprung auf Qualiplatz sieben derzeit beruhigende neun Zähler beträgt.

Dass es nach ganz oben nicht reichte, lag neben der Stärke der rot-weißen Teams laut Gerlich einerseits am Verletzungspech und andererseits an der schwachen Chancenverwertung der ETB U19: „Das war eindeutig unser größtes Manko. Ein echter Knipser würde uns wirklich sehr gut tun.“ Im Lokalderby und Spitzenspiel gegen RWE (0:1) habe man sich zudem nach dem gegnerischen Platzverweis taktisch falsch verhalten. Seit dem 1. Januar coacht mit Andreas Höbusch übrigens ein alter Bekannter die Schwarz-Weißen. Er wird versuchen, an die erfolgreiche Hinrunde anzuknüpfen. Nicht mehr mitwirken wird Niko Wollny, den Ersatzkeeper zog es zu Wattenscheid 09.