Neuer Chef, neuer Schwung

Der TUSEM Essen beginnt mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Auf dem Foto: Steffen Hahn
Der TUSEM Essen beginnt mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Auf dem Foto: Steffen Hahn
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Tusem startet mit Trainer Stephan Krebietke in die Vorbereitung für die neue Saison. Neue Spieler stoßen zum Kader dazu.

Es geht wieder los. Die Zweitliga-Handballer vom Tusem sind nach gut fünf Wochen Sommerpause in die Vorbereitung für die neue Saison gestartet. Der neue Cheftrainer Stephan Krebietke konnte im Handball-Leistungszentrum an der Raumerstraße neben den bekannten Gesichtern auch einige Neuzugänge begrüßen. Unter anderem schnupperten Srdjan Predragovic (ausgeliehen vom VfL Gummersbach) und Georg Pöhle (ausgeliehen vom TBV Lemgo) erste Essener Hallenluft. Mit Torwart Björn Heissenberg, Noah Beyer, Malte Seidel und Steffen Hahn stoßen auch eigene Nachwuchstalente endgültig zum Kader dazu.

Auf die insgesamt junge Mannschaft von der Margarethenhöhe wartet nun eine kurze, aber intensive Vorbereitung. „Es wird hart. Wir haben ein fettes Programm vor uns“, sagt Krebietke. Bis zum Meisterschaftsstart am 21. August (Heimspiel gegen TSG Ludwigshafen-Friesenheim) soll zweimal täglich trainiert werden, viele Pausen sind nicht eingeplant. „Wir werden unseren Fokus vor allem auf Athletik, Schnellkraft und Explosivität legen. Da hat der ein oder andere Nachholbedarf und da können wir am meisten herausholen“, sagt der Trainer und ergänzt: „Die Grundlage dafür ist da.“

Der Trainingsauftakt hat Krebietke positiv überrascht: „Wir sind sehr zufrieden. Für uns war es wichtig zu sehen, dass die Jungs in der Sommerpause etwas getan haben.“ Die erste Einheit diente vor allem dem Kennenlernen und für erste Tests. Dazu gehört auch der „Shuttle-Run“, der Erkenntnisse über den Fitnessstand der Spieler hervorbringen soll. „Es hat sich keiner im Vergleich zur letzten Saison verschlechtert, eher im Gegenteil. Das hat mich tierisch gefreut! Die Jungs sind sehr gewissenhaft und deswegen war es ein super Auftakt für uns“, zeigt sich Krebietke erleichtert. Dennoch lief im ersten Training noch nicht alles rund, „aber das ist klar. Wir dürfen nicht direkt Wunderdinge erwarten.“

Jung, hungrig, talentiert. Das dürfte die Mannschaft für die kommende Saison wohl am besten beschreiben. Stephan Krebietke blickt jedenfalls in viele lernwillige Gesichter: „Die Jungs kommen mit großen Ohren zum Training und hauen sich richtig rein. Sie wollen was lernen und das ist das, was auch mich mega motiviert.“

Apropos Motivation. Das Ziel für die kommende Saison ist schon definiert. „Wir wollen natürlich so früh wie möglich den Klassenerhalt klarmachen. Wenn dann noch ein Platz im gesicherten Mittelfeld herausspringen sollte, wäre das für uns sehr in Ordnung“, so der Trainer. Das sehen seine Schützlinge auch ähnlich. Sie haben im Vorfeld der Vorbereitung einen Fragebogen bekommen, auf dem sie ihr Saisonziel angeben sollten. „Mich hat es sehr gefreut, dass sich die Jungs ambitionierte Ziele gesetzt haben. Und sie sind für uns nicht völlig unerreichbar“, ist Krebietke optimistisch. Der neue Chef hat jedenfalls vollstes Vertrauen in seine Jungs. Und die ersten Eindrücke versprechen eine Saison, die relativ schnell ohne die Begriffe „Abstiegsangst“ und „Tabellenkeller“ auskommen dürfte.