Neue Siegermentalität

Igor Krizanovic und die ETB Wohnbau Baskets sind am Samstag in Nürnberg gefordert.
Igor Krizanovic und die ETB Wohnbau Baskets sind am Samstag in Nürnberg gefordert.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Beim überraschend deutlichen Sieg über die Gießen 46ers hatte Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB die in den vergangenen Wochen verloren geglaubte Siegermentalität wieder für sich entdeckt. In Nürnberg wollen die Essener nun nachlegen.

Man war sich einig gewesen nach dem überraschend klaren Sieg über Gießen: Die Defensive war der Schlüssel zum Erfolg, insgesamt die Rebounds, die der ETB mehrheitlich hatte für sich entscheiden können. Die Wohnbau Baskets hatten endlich einmal wieder so richtig abgeräumt, zugepackt, Siegermentalität bewiesen.

Die war dem Basketball-Zweitligisten (Pro A) in den vergangenen Wochen irgendwie abhanden gekommen. Personell geschwächt hatte sich die Mannschaft unglückliche Spiele geleistet – und viel verloren. Trainer Igor Krizanovic hatte diese (mentale) Schwäche mit in die Vorbereitung auf das Gießen-Spiel genommen: Gerade der Absturz in der Rebound-Statistik hatte den Kroaten gefuchst, für ihn eine Frage des Willens, den Krizanovic seinem Team kurzerhand abgesprochen hatte.

Mit durchschlagendem Erfolg. Der ETB fühlte sich herausgefordert, gab die passende Antwort. „Wir haben besser verteidigt und nicht nachgelassen“, blickte also Thomas Baudinet zurück, der unter den Augen seiner Eltern ein gutes Spiel gegen die 46ers gezeigt hatte. Und Michael Jost hatte festgestellt, „durchgezogen“ zu haben. Ja, man war sich einig beim ETB.

An diesem Samstag geht es für die Wohnbau Baskets nach Nürnberg, um 19.30 Uhr gastiert der ETB beim Tabellendritten rent4office. Die 85:91-Heimpleite hatte damals die so schwierige Phase eingeläutet. Es war die erste von fünf Niederlagen in sieben Spielen, die folgen sollten. Siege gab es nur gegen Jena (packend) und Ehingen (zäh). So richtig überzeugen konnte der ETB im achten Spiel wieder – gegen Gießen. „Wir waren in der jüngsten Vergangenheit unterbesetzt auf den großen Positionen, dies hat sich nun verbessert und die neuen Jungs (Nick Oudendag und Logan Stutz, Anm. d. Red.) sind schon gut integriert“, formulierte es Mitch Jost. Nun in Nürnberg gilt es anzuknüpfen. „Die Defensive bleibt unsere große Stärke“, so Trainer Igor Krizanovic. Man kann es auch als Forderung deuten, diese Stärke konstant abzurufen. Nicht nachzulassen. „Jetzt müssen wir vorne auch hochprozentig treffen. Gegen Gießen ist uns das schon besser gelungen. Ich hoffe, dass wir endlich den nächsten Schritt gehen und uns weiter verbessern.“

Franken haben einen Lauf

Gießen soll der Startpunkt gewesen sein für eine bessere Zukunft. Der Respekt ist groß vor den Franken, die zuletzt fünf Spiele in Folge – teils deutlich – gewinnen konnten. Krizanovic: „Für mich bleiben die Nürnberger eines der bestbesetzten Teams in der ProA. Wir haben allerdings aus dem Hinspiel gelernt und unsere Personalsituation hat sich etwas entspannt. Wir wollen in Nürnberg zwei Punkte holen, egal wie schwer das wird.“