Nervenspiel für Etuf schon vor dem ersten Aufschlag

Anne Schäfer vom Tennis-Erstligisten Etuf.
Anne Schäfer vom Tennis-Erstligisten Etuf.
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Das Nervenspiel hat begonnen - noch vor dem ersten Aufschlag. Die Etuf-Damen starten an diesem Freitag beim TC Moers 08 in die 1.Bundesliga (13 Uhr), am Sonntag sind sie zu Gast bei Blau-Weiß Aachen (11 Uhr, Luxemburger Ring). Aber noch gibt es Unklarheit beim Personal.

Das Nervenspiel hat begonnen - noch vor dem ersten Aufschlag. Die Etuf-Damen starten an diesem Freitag beim TC Moers 08 in die 1.Bundesliga (13 Uhr), am Sonntag sind sie zu Gast bei Blau-Weiß Aachen (11 Uhr, Luxemburger Ring). Das sind zwei ungemein wichtige Spiele gleich zum Auftakt. Ganz sicher eine Standortbestimmung für den Aufsteiger, denn sowohl Moers als auch Aachen gelten als die Konkurrenten schlechthin im Kampf um den Klassenerhalt. Und klar, gerade zu diesen Treffen wollen alle ihr bestes Aufgebot stellen. Doch daraus wird nichts.

Die Argentinierin Maria Irigoyen, beim Etuf an Position drei geführt, wird zumindest heute nicht spielen - weil sie gerade in richtig guter Form ist. Bei einem Turnier in Tunis hat Irogoyen überraschend das Viertelfinale erreicht und muss dort ihrer Pflicht nachkommen. Wann oder ob sie überhaupt an diesem Wochenende einfliegt, steht noch in den Sternen. Weil Irigoyen eine exzellente Doppelspielerin ist, hat sie in Tunis auch in diesem Wettbewerb gute Chancen, weit zu kommen. Dem Etuf wird sie fehlen, vor allem in den Doppeln.

Anne Schäfer, die beim Etuf an Nummer sechs geführt wird, rief am Donnerstag aus Italien an und informierte Essens Teammanagerin Sabine Schmitz, dass sie nicht wie verabredet am Nachmittag eintreffen werde. Auf dem Flughafen in Rom hatte es gebrannt, sodass ihr Flug annulliert wurde. „Das ist wie bei einem Flohzirkus. Dann fangen wir sie eben am Freitagfrüh ein“, zuckte Schmitz mit den Schultern. Das sollte aber noch reichen, um in Moers zu spielen.

Für Nervenkitzel hatte zwischenzeitlich auch Ysaline Bonaventure gesorgt. Sie spielte unter der Woche beim einem Top-Turnier in Nizza, überstand dort überraschend die Qualifikation und die erste Runde, was beim Etuf daheim etwas Unbehagen auslöste. Die Belgierin steht aber heute bereit, im Gegensatz zu Victoriya Tomova, die verletzt ist. Damit dürfte der Etuf in Moers folgendes Team aufbieten: Richel Hogenkamp, Ysali Bonaventure, Tereza Martincova, Anne Schäfer, Lisa Ponomar und Ange van der Meet.

Weil der internationale Turnierkalender keine Geheimnisse kennt, weiß Sabine Schmitz allerdings auch, dass die Moerser ähnliche Sorgen plagen. Vier ihrer Spielerinnen waren gestern auch noch bei Turnieren im Einsatz. Und Tsetan Pironkova, Nummer 52 in der Welt, ist bislang nur auf dem Papier die Nummer eins bei Moers. Denn für den Klub hat sie noch nicht ein einziges Spiel bestritten. Aber egal, wie die Mannschaften letztlich aussehen werden, eines steht für Sabine Schmitz fest: „Das wird ein verdammt enges Match.“