Nadine Bollmeier wird ihrer Favoritenrolle gerecht

Eine Klasse für sich:  Nadine Bollmeier.
Eine Klasse für sich: Nadine Bollmeier.
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Was wir bereits wissen
Zum zweiten Male nach 2001 den Titel im Damen-Einzel bei den Westdeutschen Meisterschaften gesichert.

Bei den 68. Westdeutschen Meisterschaften in Brackwede wurde Nadine Bollmeier (Tusem) ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und gewann zum zweiten Mal nach 2001 den Titel im Damen-Einzel. Obwohl sie sich als Siegerin des Bundes-Ranglistenturniers ohnehin schon für die deutschen Meisterschaften in Chemnitz qualifizierte, verzichtete sie auf eine mögliche Freistellung. Die gebürtige Ostwestfälin nutzte die Gelegenheit, sich in ihrer alten Heimat auf eindrucksvolle Art wieder sportlich vorzustellen.

Julia Pantel vom TTV Ense als Achtelfinal-Gegnerin war mit 2:11, 5:11, 3:11 und 4:11 restlos überfordert, ehe Gabriele Jansen (TTC GW Fritzdorf) erheblich mehr Widerstand leistete, sich mit 2:4 (12:10, 6:11, 5:11, 11:6, 4:11, 2:11) aber doch deutlich geschlagen geben musste. Gegnerin im Halbfinale war Miriam Jongen (SV Holzbütgen), die zwei Jahre zuvor beim TV Kupferdreh Zweitliga-Luft geschnuppert hatte. Den ersten Satz verlor Nadine Bollmeier zwar 8:11, ließ danach mit 12:10.11:4, 12:10 und 11:4 keinerlei Zweifel aufkommen. Im Endspiel traf sie mit Katharina Michajlova erneut auf eine in Essen aus ihrer Zeit beim TuS Holsterhausen bekannte Spielerin, die beim TuS Bad Driburg ebenfalls in der Bundesliga aktiv ist. Die Satzergebnisse von 11:4, 11:2, 11:7 und 11:5 machen deutlich, wie einseitig das Finale verlief, mit dem die 33-jährige Essenerin – und gleichzeitig auch älteste Teilnehmerin im 36er-Feld der Damen – ihreAusnahmestellung eindrucksvoll unterstrich.

Weil ihre Teamkameradin Alena Lemmer kurzfristig absagte, wurde es nichts mit dem zweiten Titelgewinn im Doppel. Die erst 16 Jahre alte Maike Aatz (WRW Kleve) war als neue Partnerin zu unerfahren, um das Ausscheiden mit 2:3 bereits im ersten Spiel zu verhindern.