Nadine Bollmeier übernimmt bei den Westdeutschen die Favoritenrolle

Nadine Bollmeier vom Tusem peilt bei den Westdeutschen den Meistertitel an.
Nadine Bollmeier vom Tusem peilt bei den Westdeutschen den Meistertitel an.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei den Westdeutschen Tischtennis-Meisterschaften in Brackwede an diesem Wochenende spricht einiges dafür, dass zumindest ein Titel nach Essen geht. Nadine Bollmeier (33) vom Tusem ist nicht nur Nummer eins der Setzliste, sondern auch hohe Favoritin.

Bis 2008 war kein Essener Name in der seit 1947 geführten Siegerliste des Damen-Einzels bei den westdeutschen Tischtennis-Meisterschaften zu finden, ehe Pengpeng Guo und zweimal Zhenqi Barthel drei Titel hintereinander für den damaligen TuS Holsterhausen holten. Bei den Titelkämpfen in Brackwede an diesem Wochenende spricht einiges dafür, dass der nächste Eintrag fällig ist. Nadine Bollmeier (33, Tusem) ist nicht nur Nummer eins der Setzliste, sondern auch hohe Favoritin. Bollmeier hat das DTTB-Ranglistenturnier gewonnen und in dieser Saison erst einmal in der 1. Bundesliga verloren. Für sie wäre es der zweite Meistertitel nach 2001, als sie noch für TuS Bad Driburg spielte.

Alena Lemmer muss sich behaupten

Und weil Nadine Bollmeier als dreimalige deutsche Meisterin im Doppel auch im Duett eine exzellente Spielerin ist, erscheint an der Seite ihrer jungen Mannschaftskameradin Alena Lemmer ein zweiter Titelgewinn nicht ausgeschlossen. Gespannt darf man auf das Abschneiden der erstmals bei den Damen startenden 17-jährigen Alena Lemmer sein, die auf Grund ihres TTR-Wertes ebenfalls zum Favoritenkreis im 32er-Feld zählt.

Für die erst vierzehn Jahre alte Qian Wan vom TV Kupferdreh als dritte Essener Starterin kann es dagegen nur darum gehen, die Gruppenspiele zu überstehen und Erfahrungen bei den Erwachsenen zu sammeln.

Für die Herren-Konkurrenz in Ostwestfalen konnte sich im Einzel- und Doppel bereits im dritten Jahr hintereinander kein Essener Spieler für die WTTV-Meisterschaften qualifizieren.