Moskitos müssen an der Trefferquote arbeiten

Der Einsatz in Erfurt von Moskitos-Stürmer Eugen Alanov ist noch fraglich.
Der Einsatz in Erfurt von Moskitos-Stürmer Eugen Alanov ist noch fraglich.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Eishockey-Oberligist ESC Moskitos bestreitet an diesem Freitag beim EHC Erfurt (20 Uhr) sein zweites Spiel im Rahmen der Verzahnungsrunde. Am Sonntag ist dann Tornado Niesky aus der Lausitz zu Gast am Westbahnhof.

Die ersten Partien der sogenannten Oberliga-Verzahnungsrunde sind gelaufen, doch noch wissen die Konkurrenten noch immer nicht zu recht, was sie voneinander halten sollen. Leipzig, die Nummer eins nach der Vorrunde in der Oberliga Ost, besiegte den EHC Erfurt zweimal deutlich. „Sie sind für mich Favorit in der Gruppe“, sagt Moskitos-Trainer Frank Gentges. Genauso wie die Duisburger, die in der Vorrunde die Oberliga-West dominierten. Aber zum Auftakt von Halle gleich mit einer 2:5-Packung nach Hause geschickt wurden.Tornado Niesky aus der Lausitz, am Sonntag zu Gast am Westbahnhof (18.30Uhr), unterlag Halle daheim mit 0:3. Das Rätselraten, was die Konkurrenz so drauf hat, hält an.

Das soll aber nicht heißen, dass die Moskitos an diesem Freitag (20 Uhr) völlig unwissend in Erfurt auflaufen werden. „Natürlich kenne ich den Gegner. Ich kenne jeden Spieler von Erfurt“, stellt Gentges unmissverständlich klar. Mit der taktischen Einstellung hatten die Essener sowieso in dieser Saison die wenigsten Probleme. „Wir stehen defensiv gut, spielen diszipliniert und sind physisch gut dabei“, hebt Gentges die Qualitäten hervor. Doch mit dem Toreschießen hapert es.. Und Tore entscheiden nun mal.

Beispielhaft war das vor einer Woche bei der 1:2-Heimniederlage gegen Neuwied zu sehen. Die Moskitos spielten ansehnlich, und Chancen hatte der Gastgeber ebenfalls reichlich. Und doch reichte es nur zu einem einzigen, späten Treffer von Branislav Prohanka.

Bisher für den Slowaken persönlich ein eher seltenes Erfolgserlebnis. Er gehört mit Thomas Richter zu den Stürmern, die mit ihrer Trefferquote nicht zufrieden sein können. Ganz anders verhält es sich mit Jan Barta und Allen McLeod. Doch eine erfolgreiche Angriffsreihe ist in jedem Fall zu wenig.

Und eine dritte wird es in Erfurt nicht geben. „Wir können dort keine drei Blöcke stellen“, weiß Gentges bereits. Eugen Alanov und Thomas Richter sind krank, aber vielleicht klappt es ja noch bei ihnen mit einem Einsatz. Michael Hrstka (muskuläre Probleme) wird aber ebenso fehlen wie Florian Spelleken (Handbruch). André Kuchina musste mit einer Virusinfektion fast sieben Wochen pausieren und ist gerade erst wieder ins Training eingestiegen. Wunderdinge muss man da nicht erwarten.

Die erwartet Trainer Gentges auch nicht von seinem Team. Obwohl er sich auch wiederum nicht auf ein Ziel in dieser Endrunde festlegen möchte, in der sich am Ende nur die beiden Erstplatzierten für die Aufstiegs-Play-offs qualifizieren werden. Das Bestmögliche soll herauskommen. Zu was es letztlich reichen wird, auch das ist derzeit noch ziemlich ungewiss.