Mit viel Moral zum Punktgewinn

TSG Solingen -
VV Humann 3:2

Sätze: 25:17, 25:21, 17:25, 23:25, 15:11.

Humann: Lau. Hußmann, Hildebrand, Gawryluk, B. Ketelsen, Tschuck, Wojtczak, T. Ketelsen, Dißmann, Wiesche, Lu. Hußmann, Bielecki, Schiffmann, Hütte.

Spieldauer: 115 Minuten

Gesamtbälle: 105:99.

Trotz des überraschenden Punktgewinns gegen den neuen Spitzenreiter TSG Solingen Volleys hat sich die sportliche Situation für die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann weiter verschärft. Denn weil der MTV Kiel – der wohl einzige noch verbliebene Rivale im Kampf um den Klassenerhalt – mit 3:2 gegen Braunschweig gewann, haben die Humänner nun zwei Punkte Rückstand zum rettenden vorletzten Tabellenplatz.

„Ich muss meiner Mannschaft ein ganz dickes Lob dafür aussprechen, dass sie sich auch von einem 0:2-Rückstand nicht aus der Bahn bringen ließ und nicht aufgegeben hat. Gegen diesen Gegner noch einmal zurückzukommen und die Solinger in den Tie-Break zu zwingen, das ist schon aller Ehren wert“, lobte VVH-Trainer Jens Bräkling..

Erst am Tag vor dem Duell mit Humann hatten die Solinger die Spitze erklommen. Mit 3:0 fertigten die Bergischen den bis dahin vorne liegenden SV Lindow-Gransee ab und katapultierten sich auf Rang eins. Und wie es sich für ein solches Top-Team im Duell mit dem Schlusslicht gehört, gewannen die Solinger gegen Humann die ersten beiden Sätze klar.

Doch als ich Fans und Verantwortliche beider Mannschaften schon auf einen kurzen Prozess eingerichtet hatten, gelang den Essenern ein nicht für möglich gehaltenes Comeback. Das, was zuvor noch alles schief gelaufen war, klappte ab Durchgang drei famos, und bei den Solingern schlichen sich nun kleinere Fehler ein, auf die sie zuvor ganz verzichtet hatten.

„Natürlich gehört es zu einem solchen Spielverlauf dazu, dass Solingen sein Niveau nicht über die komplette Dauer gehalten hat. Bedeutender ist für uns aber, dass wir vor allem ab dem dritten Satz wirklich gut gespielt und uns den gewonnenen Punkt redlich verdient haben“, so Bräkling, dessen Team sich die Abschnitte drei und vier (25:17, 25:23) holte.

Fast wäre den Essenern in der Folge dann auch noch der ganz große Coup gelungen, doch im Entscheidungssatz ging ihnen beim 11:15 die Puste doch etwas aus. Aber so sehr die Niederlage letztlich auch schmerzte, sollten die Humänner stolz auf ihren starken Auftritt sein, der ihnen Rückenwind für die kommenden Aufgaben verleihen dürfte.