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Fußball-Interview

Mit Kray freundschaftlich verbunden

19.01.2016 | 18:10 Uhr
Mit Kray freundschaftlich verbunden
. Guenther Oberholz (FC Kray) mit Michael Welling (RWE).Foto: Michael Gohl

RWE-Boss Michael Welling zu einer Kooperation mit dem Stadtrivalen, zu ungerechter Fankritik und zu falsch fallenden Nutella-Brötchen.

Auch zur engeren Kooperation mit dem Lokalrivalen FC Kray äußerte sich RWE-Boss Michael Welling im Interview. Günther Oberholz hatte dies in einem früheren Interview ins Gespräch gebracht.

Ihr Kollege Günther Oberholz hat neulich die Tür ganz weit aufgemacht und angeboten, im Falle eines Krayer Abstiegs noch enger mit RWE kooperieren zu wollen. Was halten Sie davon und wie könnte dies aussehen?

Auch aus Eigeninteresse würde ich mir zunächst wünschen, dass wir auch in der nächsten Saison zwei Regionalliga-Duelle gegen Kray im Stadion Essen erleben dürfen. Und ich wünsche den Krayern, dass sie mit uns in der Liga bleiben. Wir haben auch beim Wechsel von Yesilova in den Gesprächen mit dem FC Kray eine sehr freundschaftliche Atmosphäre gehabt und werden gemeinsam überlegen, welche Formen der Zusammenarbeit es geben kann.

Jetzt noch einige persönliche Fragen: Als die kritische Phase begann, haben Sie den Begriff der Tiefenentspannung geprägt. Ganz ehrlich, war dies auch der Versuch, das Wolfsrudel der Kritiker auf ihre Fährte zu locken?

Es ist mir auf jeden Fall lieber, wenn ich kritisiert werde, als wenn man mit Jan Siewert und Andi Winkler zwei Personen in den Fokus rückt, die aktuell erst sechs Monate die Verantwortung tragen. Zugleich: Ich bin insofern entspannt, dass ich weiterhin überzeugt bin, dass beide mit uns unsere Ziele erreichen. Enttäuscht von der Tabellensituation bin ich aber dennoch.

Nach einer Phase der Selbstkasteiung, bedingt durch die Inthronisierung eines Sportvorstands, sind Ihre Worte nun wieder auf allen Kanälen zu finden, und das, wenn nötig, rund um die Uhr. Beschäftigen Sie eigentlich einen Schreibpool?

Nein. Wir haben uns als RWE auf die Fahne geschrieben ansprechbar und kommunikativ zu sein. als Verantwortlicher muss ich gerade in Phasen des Misserfolgs Präsenz zeigen. Das ist meine ureigenste Aufgabe und mein Selbstverständnis, wenngleich meine Frau hin und wieder mir die Gelbe Karte zeigt.

Teilweise waren doch gereizte Reaktionen dabei, wenn es in den Foren mal wieder abging. Da wirkten Sie alles andere als tiefenentspannt.

Unentspannt werde ich dann, wenn es ungerecht wird. Unentspannt werde ich dann, wenn es boshaft und verleumderisch wird. Es ist erschreckend, wie sehr sich manche Dinge komplett ohne Fakten in den sozialen Medien verselbständigen. Ehrlicherweise macht es mir Spaß, da auch mal dazwischen zu hauen.

Betrüblich sind aber doch eher die Fans, die sich momentan in gewisser Gleichgültigkeit abwenden. Wenn bei Ihrem Facebook-Aufruf, Fragen zu stellen, eine lautet, warum das Nutella-Brötchen immer auf die Innenseite fällt, sagt das doch eigentlich viel aus, oder?

Traurig ist in der Tat, wenn Fans gleichgültig werden. Diese werden wir sicherlich nur mit sportlichem Erfolg erreichen. Die Nutella-Brötchenfrage hingegen zeigt doch eher, dass auch einige Fans durchaus ironiebegabt sind. Entsprechend hab ich geantwortet – und wer will, kann die Antwort auch als Gleichnis lesen.

Ralf Wilhelm

Kommentare
20.01.2016
18:05
Mit Kray freundschaftlich verbunden
von rotweissmarkus | #5

Oberholz sollte mit Welling tauschen da würde es bestimmt Berg auf gehen .
Die anderen Kommentare von Welling gehen völlig an der aktuellen...
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Mit Kray freundschaftlich verbunden
Mit Kray freundschaftlich verbunden
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2016-01-19 18:10
Essen