Mit dem Hallenpokal endet Budenzauber für SGS

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Das Jahr ist noch jung, und doch hält es für die SGS Essen bereits den ersten Höhepunkt bereit: Am heutigen Samstag (ab 10 Uhr) kämpfen die Schönebeckerinnen mit den elf anderen Frauenfußball-Bundesligisten um die Krone beim diesjährigen DFB-Hallenpokal in Magdeburg. Es ist nach der Meisterschaft und dem Pokal das dritte Großereignis im Terminkalender jeder Spielerin, das in diesem Jahr seine 21. Auflage erlebt. Allerdings endet die Tradition des Budenzaubers hier.

Ab 2016 ist der DFB durch den Weltverband FIFA dazu verpflichtet, offizielle Hallenturniere als Futsal-Wettbewerbe auszurichten. „Ich finde es sehr schade um dieses Turnier“, bedauert SGS-Manager Willi Wißing. „Es war immer eine tolle Gelegenheit, dass Spielerinnen aus allen Vereinen miteinander quasseln und feiern können. Auch Trainer und Manager haben sich immer gerne bei einem Glas Bier ausgetauscht.“ Fast legendär ist die abschließende „Players Night“, bei der niemand fehlen möchte.

All das wird es in dieser Form künftig nicht mehr geben. Denn die Trainer der zwölf Bundesligisten haben sich gegen ein neues Futsal-Turnier ausgesprochen. „Das ist eine andere Sportart“, meint auch Wißing. Ohne Bande sei dem Spiel in der Halle das genommen, was es auszeichnet. Auch aus sportlicher Sicht stellte der Hallenpokal für die SGS immer eine Bühne dar, auf der man sich gerne vor bis zu 4500 Zuschauern präsentierte. Und das tat man in den vergangenen Jahren erfolgreich.

Zwei Mal schon wurde die SGS Dritter und schaffte das, was unter freiem Himmel zuletzt kaum noch passierte: In die Phalanx der Topklubs aus Frankfurt, Wolfsburg, Potsdam und München einzudringen. Linda Dallmann wurde im Vorjahr sogar als beste Torschützin ausgezeichnet. Dabei war für die SGS schon im Viertelfinale Endstation: 0:1 unterlagen die Essenerinnen Hoffenheim, nachdem sie in der Gruppe noch Turbine Potsdam hinter sich gelassen hatten.

Diesmal hat sich die SGS das Halbfinale zum Ziel gesetzt. Die Vorrundengegner sind zunächst VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und der SC Sand.