Markus Högner sucht noch eine Strategin für das Mittelfeld

Trainingsauftakt für die Bundesligamannschaft der SGS Essen. Auf dem Foto: Kisten Nesse, Trainer Markus Högner und Nina Brüggemann.
Trainingsauftakt für die Bundesligamannschaft der SGS Essen. Auf dem Foto: Kisten Nesse, Trainer Markus Högner und Nina Brüggemann.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Trainingsauftakt mit den Neuzugängen Nesse und Brüggemeier. Hajra Khan soll getestet werden.

Genug geurlaubt: Seit Mittwoch trainieren sie wieder, die Bundesliga-Fußballerinnen der SGS Essen. Frisch aus der Reha nach seiner Hüft-OP begrüßte Trainer Markus Högner 19 Spielerinnen. Darunter auch zwei neue Gesichter: Erstmals stießen die Neuzugänge Kisten Nesse und Nina Brüggemeier zum Team. Hajra Khan möchte sich als Testspielerin noch für einen Vertrag an der Ardelhütte empfehlen.

Beim Aufgalopp fehlte die Angreiferin allerdings. „Ich hoffe, sie kommt heute“, sagte Högner. Denn Platz für eine „Strategin im Mittelfeld“ wäre in seinem Kader noch. Khan aber wäre eine echte Exotin in den Reihen der SGS. Denn nach dem Abgang von Dominique Janssen steht keine ausländische Spielerin mehr im Essener Team. Khan allerdings ist die Kapitänin der pakistanischen Nationalelf und kickte zuletzt auf den Malediven.

Aber auch zum jetzigen Stand ist der Trainer mit dem Kader zufrieden. „Auch ohne weitere Neuverpflichtungen wird unsere Qualität noch steigen: Wir haben einige Spielerinnen, die kurz davor sind, den nächsten Step zu machen und damit unverzichtbare Bundesliga-Spielerinnen zu werden“, erklärt Högner. Linda Dallmann, Margarita Gidion, Janina Meissner, Madeline Gier und Lea Schüller sind solche Kandidatinnen.

Neben den externen Neuzugängen gehören nun auch die Talente Jana Feldkamp, Franziska Wenzel und Torfrau Lena Pauels fest zum Erstliga-Kader. Allerdings genießen Feldkamp und Wenzel nach der U17-EM noch einen verlängerten Urlaub. Pauels steigt nach zwei Trainingstagen in Essen schon wieder aus: Gemeinsam mit Schüller und Gier geht es nach Israel zur U19-EM.

Mehr als einen „guten ersten Eindruck“ konnte Högner beim Trainingsauftakt noch nicht gewinnen. Am Samstag allerdings werden die Erkenntnisse zum Leistungsstand seiner Spielerinnen aussagekräftiger sein. Denn nach wenigen Einheiten steht der Beginn der Testspielserie an. Erster Gegner ist der MSV Duisburg (11 Uhr, Raumerstr.). Auch zum Bedauern der Essener Verantwortlichen wird es wegen des Abstiegs des MSV vorläufig das einzige Derby bleiben.

Rund sieben Wochen bleiben Schönebeck dann noch, sich fit zu machen für die neue Saison. Bewährt hat sich in der Vorbereitung in den vergangenen Jahren das Trainingslager in Lastrup, welches die SGS Anfang August erneut beziehen wird. Erster Gegner ist am letzten Augustwochenende dann gleich der 1. FFC Frankfurt.