SV Schonnebeck überglücklich: Endlich in der Oberliga!

SV Schonnebeck steigt in die Oberliga auf.
SV Schonnebeck steigt in die Oberliga auf.
Foto: WAZ FotoPool

Die SV Schonnebeck ist am Ziel: Oberliga 2015/16 heißt es für den Klub vom Schetters Busch, der Aufstieg war nach dem 3:0 gegen Duisburg 1900 perfekt, intensiv die Party am Pfingstmontag. „Die Resonanz hat uns wahnsinnig gefreut (über 800 Fans waren zum Platz gekommen, Anm. der Red.), die Jungs sind später am Abend noch weitergezogen“, so Trainer Dirk Tönnies, dem auch Tage danach die Freude, aber auch die Erleichterung über den Aufstieg anzumerken war.

Viel Zuspruch

2009 war man aus der damaligen Niederrheinliga abgestiegen, scheiterte seitdem entweder an Überfliegern wie dem FC Kray (2011) oder dem Cronenberger SC (2012) – oder am eigenen Unvermögen. Diesmal nicht. Diesmal wird Schonnebeck am Ende der Landesliga-Saison oben stehen, das ist seit dem drittletzten Spieltag unumstößliche Tatsache. „Ich bin kein Typ, der durch die Gegend rennt und sich für unfehlbar hält“, blickt Tönnies zurück. „Irgendwann fragt man sich, ob man der Richtige ist. Aber ich habe unglaublich viel Zuspruch erhalten.“

Und Tönnies hat sich weiterentwickelt, die A-Trainer-Lizenz in der Tasche – und seinen Verein zusammen mit Co-Trainer Damian Apfeld endlich in die Oberliga geführt. Es ist ein verdienter Aufstieg – wie anders will man es nennen, wenn ein Team in einer kurzen Saison mit nur 14 Mannschaften (bei vier sicheren Absteigern, entsprechend hoch war die Intensität) den Aufstieg vorzeitig perfekt macht?

Nur am Rande: Die SVS profitierte auch von den Patzern des lange Zeit ärgsten Verfolgers FSV Duisburg, der mit dem Sieg im Spitzenspiel gegen die Essener nach Punkten aufgeschlossen hatte, dann aber nur einen Zähler in vier Spielen holte. Vor allem aber hat es sich Schonnebeck selbst „zuzuschreiben“, dass es nach oben geht. Ein Beispiel: Nach der Niederlage in Duisburg gewannen die Essener vier Spiele in Folge. Insgesamt legte die SVS eine unglaubliche Konstanz an den Tag: Nach der Auftaktpleite gegen Rellinghausen verlor die Tönnies-Truppe nur noch drei Partien. „Diese Konstanz wollten wir haben in dieser Saison“, so der Coach. Rückblickend seien Rellinghausen und Duisburg Schlüsselspiele gewesen. „Es waren Niederlagen, aus denen wir die richtigen Schlüsse gezogen haben. Die wir für uns nutzen konnten.“ Ja, aus Niederlagen kann man eben doch am besten lernen. Am Schetters Busch hat man das unter Beweis gestellt. Ein Erfolgsgeheimnis. Und: „Wir haben vielleicht nicht die besten Einzelspieler, aber wir haben als Mannschaft funktioniert, mit großer Geschlossenheit.“

Und das Kollektiv soll auch in der Oberliga dafür sorgen, dass der Klassenerhalt gelingen kann, „und nur darum geht es“, stellt Tönnies klar. Der Kader bleibt fast komplett zusammen! Bislang verpflichtet wurden Kevin Barra (Hö-Nie), Kai von der Gathen und André Bley (beide Marl-Hüls) und Jordi Barrera (Hordel), auf zwei, drei Positionen soll sich noch was tun. „Für uns geht ein Traum in Erfüllung, wir werden alles daran setzen, in der Liga zu bleiben.“