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Licht und Schatten

28.03.2011 | 16:22 Uhr
Licht und Schatten

Zweieinhalb Tage lang ging es bei den „Alex Athletics Swim & Fun Days“ im Leistungszentrum Rüttenscheid Schlag auf Schlag. Von den Jüngsten bis hin zu Spitzenathleten gingen die Schwimmerinnen und Schwimmer vom Startblock. Naturgemäß stellte der Ausrichter, die SG Essen, das größte Kontingent.

Die Bilanz von SGE-Cheftrainer Henning Lambertz fällt nach eigenen Worten „diesmal durchschnittlich“ aus. „Es gab einige Leistungen, über die ich mich sehr gefreut habe und andere, die mich verwundert haben“, sagt Lambertz.

Zur Freude des Trainers trug besonders Lisa Vitting bei, die die 100m Freistil (0:56,30) und die 200 m Freistil (2:01,10) gewann sowie über 50 m Freistil (0:26,32), 400 m Freistil (4:24,05), 50 m Schmetterling (0:27,25) und 100 m Schmetterling (1:02,41) als Zweite anschlug. Ihrem Ruf als „Miss Zuverlässig“ wurde Caroline Ruhnau wieder gerecht, die die 200 m Brust (2:32,83) gewann. Hinzu kamen zweite Plätze über 50 m Brust (0:31,70), 200 m Schmetterling (2:19,49) und 100 m Brust (1:09,40) sowie Platz drei im 200 m-Lagen-Rennen (2:21,95). Brustschwimmer Hendrik Feldwehr überzeugte mit 0:28,29 Minuten über 50 Meter (1.) und 1:03,12 Minuten über 100 Meter (2.).

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Enttäuscht war Henning Lambertz von der 200-Meter-Lagen-Vorstellung von Jan David Schepers. „Wer sich eine Zeit von 1:59 bei den Deutschen Meisterschaften zum Ziel gesetzt hat, bei dem müssten 2:03er Zeiten in Serie kommen“, so Lambertz. Jan David Schepers schlug nach 2:05,44 Minuten als Zweiter an. Dass Sina Sutter, Marius Kusch, Katharina David und Paulina Schmiedel, die allesamt mit Ohrenentzündungen aus dem zweiwöchigen Trainingslager auf Teneriffa zurückkehrten und wenn überhaupt nur gehandicapt ins Rennen gingen, schmeckte Lambertz ebenfalls nicht.

„Die gesundheitlichen Probleme haben sie sich größtenteils selbst zuzuschreiben, da sie sich auf Teneriffa nicht entsprechend davor geschützt haben. Das ist wenig professionell“, kritisiert Lambertz.

Fällt die Essener Bilanz in der offenen Klasse gemischt aus, so war Nachwuchstrainerin Nicole Endruschat durchweg zufrieden. Bei den älteren Jahrgängen bewies wieder einmal Kathrin Demler ihre Vielseitigkeit. Von den 1500 Metern Freistil zum Auftakt, wo die 14-Jährige in der offenen Klasse Vierte wurde, bis zu 50 Meter Schmetterling war Demler in zahlreichen Disziplinen am Start. „Auf den langen Strecken war Kathrin schon immer gut, aber sie hat sich auch über die kurzen Strecken gesteigert“, freute sich Nicole Endruschat. Gut entwickelt hätten sich bei den Jüngsten Rabea Tzenetos und Lisa Höpink (beide Jhrg, 1997). „Deutschlandweit sind sie in ihren Jahrgängen vorn dabei“, so die Trainerin.“

Da, wo die Jüngsten hinwollen, ist Steffen Deibler bereits angekommen. Der 23-Jährige Kurzbahn-Weltrekordler aus Hamburg sorgte mit seinen 23,08 Sekunden über 50 m Schmetterling für den Kracher der Veranstaltung und schob sich unter die Top Drei der Jahresweltbestenliste.

Dietmar Mauer



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