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Frauenfußball, DFB-Pokal

Leicht und locker zieht SGS ins Viertelfinale ein

15.11.2009 | 21:23 Uhr

Schönebeck wird beim 4:0 über den Zweitligisten Leipzig kaum gefordert. Nächster Gegner wird am Samstag ausgelost.

SG Schönebeck

1. FC Lok Leipzig 4:0 (2:0)

SGS: Weiß – Mester, Chojnacki, Martini, Kowalik (34. Löwenberg) – Hamann, Kraus, Goddard, Hoffmann, Malinowski – Nati (71. Özer).

Tore: 1:0 Hamann (40.), 2:0 Nati (44.), 3:0 Malinowski (90.), 4:0 Malinowski (90.).

Dank eines ungefährdeten 4:0-Sieges über den klassentieferen Zweitligisten Lok Leipzig zog die SG Schönebeck ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Doch Jubelstimmung wollte beim Frauenfußball-Bundesligisten trotz des deutlichen Endresultats nicht aufkommen. Es war schließlich nicht mehr als ein Arbeitssieg, den sich die Essenerinnen verdienten – wie erhofft glänzen konnten sie hingegen nicht.

„Über das Wie spricht am nächsten Tag keiner mehr”, bemerkte SGS-Trainer Ralf Agolli, der zwar im Vorfeld einen überlegenen Sieg eingefordert hatte, aufgrund der Abstiegssorgen seines Teams insgeheim aber wohl nichts Anderes erwartet hatte. Unterm Strich zähle eben gerade im Pokal letztlich nur das Ergebnis – und vielleicht noch die Tatsache, dass Schönebeck erstmals in dieser Saison keinen Gegentreffer kassierte.

Viel Arbeit kam allerdings auf Essens Torfrau Lisa Weiß nicht zu. Gefordert war sie allein in der Anfangsphase der Partie, die mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Nationalkeeper Robert Enke begonnen hatte. Glänzend parierte Weiß nach einer Viertelstunde einen Schuss von der Strafraumgrenze. Das allerdings war bereits die einzige nennenswerte Offensivaktion der harmlosen Gäste.

Das Kommando übernahm die SGS. Allerdings taten sich die Essenerinnen sehr schwer, sich gegen tief stehende GästeTorchancen zu erarbeiten. „Es war zu wenig Tempo im Spiel”, bemängelte Agolli. Ein Traumpass von Sofia Nati brachte dann aber die erlösende Führung: Denn frei vor dem Tor hatte Caro Hamann keine Mühe. Wenig später hebelte Melanie Hoffmann mit einem genialen Zuspiel die Gäste-Abwehr erneut aus. Nati vollstreckte zum 2:0.

„Damit war die Partie gelaufen”, meinte Agolli. „Leipzig war zu schwach, um uns wirklich zu fordern.” Und doch hätte er den Nachmittag nach einem schnellen dritten Tor sicher gelassener verlebt. Chancen waren da. Doch Stephanie Goddard, Nati und Hoffmann ließen sie aus. Immerhin gelang Kyra Malinowski mit einem Doppelschlag in der Schlussminute ein versöhnlicher Abschluss. Getrübt wurde dieser durch die Knie-Verletzung von Marlene Kowalik nach einem Zusammenprall mit Leipzigs Torfrau. Gestern gab es Entwarnung: Es ist „nur” ein Kapselriss.

Die Viertelfinal-Partien werden am Samstag in Duisburg ausgelost.

Benedikt Burgmer

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