Lasse Seidel hat beim Tusem derzeit einen Lauf

Lasse Seidel, Linksaußen des Handball-Zweitligisten Tusem, hat derzeit das, was man im Sport gemeinhin einen „Lauf“ nennt. Zum Unentschieden in Schwartau steuerte der 21-Jährige zwölf Treffer bei und hatte – so Tusem-Trainer Mark Dragunski eine einhundertprozentige Quote.

Am vergangenen Freitag, beim 30:28-Erfolg über den ASV Hamm-Westfalen, kam Seidel „nur“ auf einen 94-prozentige Erfolgsquote, da er sich einen (!) Fehlversuch leistete. Das konnten er und seine Mannschaft aber leicht verschmerzen. 16 Tore (davon 5 Siebenmeter) erzielte der Flügelflitzer. Ob per Tempogegenstoß oder aus unmöglichem Winkel von der Außenposition oder einmal sogar aus dem Rückraum – Lasse Seidel ließ Hamms Torhüter durchweg schlecht aussehen. Dabei gingen die Abwehrspieler aus Westfalen keineswegs zimperlich mit dem Essener um. Doch er zeigte Nehmerqualitäten und ließ sich nicht von seinem Weg abbringen. Frei nach dem Motto des früheren Basketball-Stars Michael Jordan: Just play. Have fun. Enjoy the game (Spiele einfach. Habe Spaß. Genieße das Spiel).

Dass Seidel in der Torschützenliste der 2. Liga im Moment mit 130 Treffern nur auf Rang 24 gelistet wird, hat seinen Grund. Der Start in die Saison begann für ihn alles andere als vielversprechend. Ein Mittelhandbruch zwang ihn zu einer längeren Pause, bei sieben Meisterschaftsspielen war er nicht dabei.

Tore von Lasse Seidel – natürlich auch der anderen Tusem-Spieler – sind bereits am kommenden Freitag, 17. April, ab 20.30 Uhr wieder gefragt. Das ursprünglich für Samstag angesetzte Auswärtsspiel bei Schlusslicht und Absteiger GSV Eintracht Baunatal ist um einen Tag vorverlegt worden.