Langsam wird es eng
15.02.2010 | 19:58 Uhr 2010-02-15T19:58:00+0100
Essen. Axel Schulten erträgt die Situation mit Humor: „Neulich erst habe ich mit einem Freund gescherzt, dass der DFB uns wohl bald eine Rasenheizung für die 5. Liga vorschreibt“, erzählt der Pressesprecher des NRW-Ligisten ETB Schwarz-Weiß.
Doch eigentlich ist Schulten nicht nach Lachen zumute: Schon das vierte ETB-Spiel in Serie wurde am Wochenende wegen des Winterwetters abgesagt, es war sogar das dritte Mal, das ein kompletter Spieltag ausfiel.
Andere Ligen sind bisher deutlich weniger betroffen, da sie erst am vergangenen Wochenende oder noch gar nicht wieder den Spielbetrieb aufgenommen haben. In der NRW-Liga fragt man sich dagegen so langsam, wann die ganzen ausgefallenen Spiele nachgeholt werden sollen. „Für März und April sollten wir uns mittwochs besser nichts vornehmen“, unkt Schulten. Zwar gibt es mit Gründonnerstag, Christi Himmelfahrt und Pfingsten drei Nachholtermine, dann bleibt aber – falls nichts mehr ausfällt – noch ein Spiel übrig.
Mittwochsspiele sind bei den Vereinen wenig beliebt: Es kommen weniger Zuschauer und die Spieler haben einen vollen Arbeitstag hinter sich. Fiele gar das Nachholspiel des ETB beim SC Wiedenbrück 2000 auf einen Mittwoch, müssten die meisten Spieler wegen der rund 130 Kilometer lange Anreise Urlaub nehmen.
Noch ernster ist die Lage bei der U 23 von Rot-Weiß mit nun schon fünf Spielausfällen. Darunter drei Heimspiele, die nun irgendwie im Spielplan untergebracht werden müssen, was noch komplizierter als beim ETB ist. „Wir können den Platz einfach eine Woche sperren, wenn ihn die erste Mannschaft durchgepflügt hat“, sagt Schulten, „dann erholt er sich bis zum nächsten Heimspiel.“ Der Rasen im Georg-Melches-Stadion hingegen hat neben NRW-Liga samt Nachholspielen noch den Spielbetrieb der Regionalliga sowie das Pokalspiel gegen den VfB Speldorf zu verkraften – und im Erfolgsfall ein weiteres gegen den Wuppertaler SV. Selbst bei optimalem Wetter tut diese Belastung einem Platz nicht gerade gut.
„Wir müssen überlegen, ob wir risikoarme Nachholspiele wie gegen Bergisch-Gladbach oder Wiedenbrück auf einem anderen Platz austragen können“, sagt daher Abteilungsleiter Damian Jamro. In der Vorsaison konnte auf den Willi-Lippens-Platz ausgewichen werden, das fällt wegen der Baustelle am Georg-Melches-Stadion aber flach. Eventuell kämen die Plätze an der Seumannstraße oder am Hallo in Frage. Dem müsste aber der Verband zustimmen.
Trotz der Ausfälle gibt sich Rolf Thiel, Staffelleiter der NRW-Liga, gelassen: „Selbst wenn in der kommenden Woche vereinzelte Ausfälle dazukommen, ist alles noch im Rahmen.“
Noch. Dass sich die Situation bald bessert, ist aber keinesfalls sicher: Zwar soll es langsam wärmer werden, viele Plätze sind aber komplett durchgefroren. „Und wenn es nur langsam wärmer wird, kommt der Frost auch nur langsam heraus“, sagt Jamro. Das ergibt eine rutschige Schlammschicht auf einem extrem harten Untergrund – Fußballspielen kann man darauf immer noch nicht.
19:05
Zitat: Mittwochsspiele sind bei den Vereinen wenig beliebt: Es kommen weniger Zuschauer
Noch weniger? Geht ja garnicht!
09:03
endlich mal wieder ein etb-bericht auf diesem portal!!!!! schön.
21:39
@2 von deutsch_lk, wenn man schon verbessert, sollte man/Mann es richtig machen!
Es heißt Hirn und nicht hiern...lmw
Glückwunsch...2 Fehler in einem Wort...
Glück auf!!!
20:45
Oh, #2 ist ein geleeeeeeeerter, habe leider das h vergessen.
19:40
ist klar... der wortstamm kommt ja schließlich von *vallen*.... herr, lass hiern regnen....
19:20
Fiele wird mit V geschrieben, wie viele