KSV Rothe Mühle ist wieder Mannschaft des Jahres

Die Kanupolospieler von KSV Rothe Mühle. Daneben Caroline Ruhnau (SGE-Damen) und Marc Christ (GTSV).
Die Kanupolospieler von KSV Rothe Mühle. Daneben Caroline Ruhnau (SGE-Damen) und Marc Christ (GTSV).
Foto: Irina Kuzmina
Was wir bereits wissen
Die Nacht der Nächte ist vorüber. Nach der „Stadtwerke Night of Sports“ ist das Sportjahr 2014 endgültig reif fürs Archiv. Bei der „Sportler des Jahres“-Wahl siegten Kanupolo-Bundesligist KSV Rothe Mühle, Isabelle Härle, Benedikt Hüsken, Trainerin Nicole Endruschat und Lea Schüller als Newcomer.

Die Nacht der Nächte ist vorüber. Nach der „Stadtwerke Night of Sports“ ist das Sportjahr 2014 endgültig reif fürs Archiv. Erstmals fand die Krönung der Sportler des Jahres nicht in der Messe, sondern im Varieté-Theater GOP statt. „Ein Kostenfaktor“, begründet Wolfgang Rohrberg, Geschäftsführer beim Essener Sportbund (Espo), der gemeinsam mit der Agentur „conenergy“ für dieses Fest verantwortlich zeichnet. Dafür waren es aus Platzgründen diesmal auch „nur“ etwa 370 Gäste anstatt der 500 wie in den Jahren zuvor. Das Geld wird knapp, die Sponsoren wollen künftig bescheidener investieren, sodass die Existenz dieses Events bedroht ist.

Dabei erfreut sich diese Gala nach wie vor großer Beliebtheit. Auch weil hier so oft schon die Außenseiter und Randsportler jubeln durften. Die „Großen“ blieben auch diesmal bei der Entscheidung außen vor. Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen hatte freiwillig darauf verzichtet, sich zur Wahl zu stellen, weil man selbst die eigene Leistung im vergangenen Jahr nicht für gut genug befunden hatte. Die Zweitliga-Basketballer der ETB Wohnbau Baskets, die immerhin das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte hinter sich haben, blieben bei der öffentlichen Abstimmung im Internet ebenso auf der Strecke wie die Zweitliga-Handballer des Tusem. Dafür triumphierte mal wieder der Wassersport, der vom Leistungsniveau ja auch eine herausragende Stellung in dieser Stadt einnimmt.

Sportlerin

Isabelle Härle hat das Rennen gemacht. Und das war wohl die kleinste Überraschung an diesem Abend. Die Schwimmerin der SG Essen hat ein herausragendes Sportjahr absolviert und war im Dezember bereits als NRW-Sportlerin geehrt worden. Härle gewann EM-Gold über fünf Kilometer im Freiwasser und behauptete sich im Becken über 1500 Meter Freistil auf Rang sechs ebenfalls gegen die internationale Konkurrenz.

Weil die Essenerin noch bis Montag mit dem Olympiateam im Trainingslager in Brasilien weilt, nahm der SGE-Vorsitzende Bernhard Gemlau den Preis entgegen. Härles Dank an die Wähler kam aber per Videobotschaft. Sonne, Strand, im Hintergrund das rauschende Meer - schöne Aussichten. Zweiter wurde Linda Dallmann (SGS Fußball) vor Ruderin Mareike Adams (Etuf).

Sportler

Als Rhönradturnerin Svea Streckert, Siegerin 2013, den Namen Benedikt Hüsken preisgab, konnte es der Bundesliga-Hockeyskater von den Rockets erst gar nicht glauben und schlug die Hände vors Gesicht. Was für eine Überraschung für den Nationalspieler und Europameister. Er setzte sich gegen Kanu-Europameister Max Rendschmidt (KGE) und Ruder-Weltmeister Daniel Wisgott (Etuf) durch.

Trainer

Auch Schwimmtrainerin Nicole Endruschat, Chefin am Bundesstützpunkt in Rüttenscheid, bedankte sich wie Härle per Videofilm aus Brasilien für Platz eins. Für sie sprang der ehemalige Weltklasseschwimmer Mark Warnecke ein, der nebenbei gemeinsam mit Nicole Endruschat Dorothea Brandt betreut. Auf die Plätze kamen Frank Petrozza (Rockets) sowie Arndt Harnisch (KGE).

Mannschaft

Und nochmals brandete Jubel auf. Die Jungs vom Kanupolo-Bundesligisten KSV Rothe Mühle waren verdammt gut drauf und erst recht völlig losgelöst als die Titelverteidigung verkündet wurde. Sie haben 2014 alles geholt. Platz zwei ging an die Gehörlosen-Fußballer des GTSV (Deutscher Meister) vor den SGE-Damen, die sechs DM-Titel in Folge gesammelt haben.

Newcomer

SGS-Fußballerin Lea Schüller (17) wurde vom Saal-Publikum als Siegerin auserkoren vor der Schwimmerin Lisa Höpink (16/ SGE) und Lennart Unterfeld (19/ Rothe Mühle).