Kray sackt ab

Einen Rückschlag hatte das Trainergespann Michael Lorenz und Denis Tahirovic (hier ein Archivbild) am Sonntag zu verkraften, das Ziel haben die beiden Krayer aber noch nicht aus den Augen verloren.
Einen Rückschlag hatte das Trainergespann Michael Lorenz und Denis Tahirovic (hier ein Archivbild) am Sonntag zu verkraften, das Ziel haben die beiden Krayer aber noch nicht aus den Augen verloren.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Essener Aufsteiger unterliegt beim Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach mit 1:2 und ist nur noch 14. Jetzt kommt Schalke.

Bor. M’gladbach U23 -
FC Kray 2:1 (1:1)

Kray: Kunz – J. Zimmermann, Wagner (77. Alic), Mengert, Aubameyang – Waldoch, Wingerter, Yesilova (68. Grumann), Meißner, Kadiu – Gödde (52. Yahkem).
Tore: 0:1 Wingerter (11.), 1:1 Sezer (23., Strafstoß), 2:1 M. Zimmermann (47.).
Schiedsrichter: Sören Storks.
Zuschauer: 456.

Auf der Zielgeraden droht der FC Kray doch noch von der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt abgefangen zu werden: Die Essener unterlagen bei Borussia Mönchengladbach U23 mit 1:2 und rutschten damit auf den 14. Tabellenplatz ab – weil Wattenscheid 09 einen überraschend deutlichen 5:1-Erfolg über den 1. FC Köln U23 bejubeln durfte. Zwei Punkte Vorsprung sind es noch auf den KFC Uerdingen, derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz.

Es ist die sportliche Seite der Medaille – die Auswirkungen der Lizenzverweigerung für Wattenscheid und Uerdingen durch den WFLV sind nicht berücksichtigt.

Wingerter trifft zur Führung

Und Kray-Trainer Michael Lorenz will sich mit diesem Szenario auch nicht beschäftigten, er will die Dinge sportlich regeln. „Alles andere wäre naiv, wir können uns nicht auf Dinge verlassen, die wir nicht in der Hand haben.“ Zwei Spiele sind es noch – am kommenden Sonntag steht das Duell mit Schalke U23 an (14 Uhr, Uhlenkrug). „Darauf müssen wir uns vorbereiten. Es gilt zu regenerieren, und dann wieder anzupacken.“

Grund für Optimismus im Krayer Lager gibt es durchaus. Denn die Niederlage beim Ligaprimus Mönchengladbach verdiente durchaus das Prädikat „unglücklich“. Früh waren die Essener am Niederrhein durch Benjamin Wingerter (er hatte den gelb-gesperrten Ömer Akman vertreten) in Führung gegangen (11.), Xhino Kadiu vergab in der 23. Minute frei vor Gladbachs Schlussmann Martin Kompalla. „Wenn der Ball reingeht, verläuft das Spiel vielleicht anders“, so Lorenz, der stattdessen den Ausgleich der Borussia mit ansehen musste. Per Strafstoß: Es war eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters, der auf Foulspiel von Torwart Philipp Kunz an Tim Knipping entschieden hatte – Bilal Sezer ließ sich nicht zweimal bitten.

Bitter war zudem der frühe Rückstand kurz nach der Pause, der es dem Aufsteiger schwer machte, doch noch den so dringend benötigten zählbaren Erfolg mit nach Essen zu nehmen. Wenig hatte das Team – erneut mit fünf Akteuren in der letzten Linie bei gegnerischem Ballbesitz – zugelassen gegen den so talentierten Fußball-Nachwuchs der Fohlen. „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten alles versucht“, so Michael Lorenz. „Das war sehr kompakt und diszipliniert von uns, daran müssen wir gegen Schalke anknüpfen. Wir sind noch im Rennen.“

Aber die Konkurrenz im Kampf um einen Startplatz in der vierten Liga über diese Spielzeit hinaus ist auf der Zielgeraden noch einmal enger zusammengerückt.