Kray in Gladbach: Mit Begeisterung alles raushauen

Paukenschlag in der Fußball-Regionalliga: Der Fußballausschuss des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) hat insgesamt 24 Vereinen die Zulassung für die Regionalliga West 2015/2016 erteilt. Vier Teams wurde die Lizenz allerdings verweigert, darunter die beiden abstiegsbedrohten Viertligisten KFC Uerdingen und Wattenscheid 09. Weitere Informationen gab es seitens des WFLV nicht dazu, die Klubs (auch Westfalia Rhynern und der 1. FC Bocholt sind betroffen) haben bis zum 18. Mai Zeit, Einspruch gegen diesen Beschluss einzulegen.

Ein ohnehin schon enorm spannender Abstiegskampf bekommt so natürlich noch einmal eine ordentliche Prise Salz verpasst. Sogar Hennef 05 könnte sich nun noch retten, sollte die Entscheidung des Verbandes vom 7. Mai rechtskräftig werden. Mit dem 1. FC Köln, dem FC Kray, Schalke 04 U23, dem KFC Uerdingen (alle derzeit knapp über dem Strich) und Wattenscheid (sportlich derzeit erster Absteiger) geht es für gleich fünf Mannschaften noch um alles oder nichts, nur drei Pünktchen trennen Kölner und Krayer von Wattenscheidern. „Für uns ist das unglücklich“, so FCK-Trainer Michael Lorenz. „So eine Nachricht geht in die Köpfe rein und bleibt auch dort. Das kann man gar nicht verhindern.“

Dabei brauche man die volle Konzentration für die letzten Spiele. Das Restprogramm der Essener hat es in sich (wir berichteten), beginnend mit dem Auswärtsspiel am Sonntag beim Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach U23 (14 Uhr). „Gladbach hat für mich die kompletteste Mannschaft, die Spieler verkörpern als Team am besten die momentane Entwicklung vom modernen Fußball.“ Wie der aussieht, bekamen die Essener im Hinspiel schmerzhaft vor Augen geführt. Beim klaren 0:4 hatte der FCK eigentlich kaum eine Chance, selten waren die Kräfte in dieser bislang ansonsten phänomenalen Krayer Saison so einseitig verteilt gewesen.

Ömer Akman gesperrt

„Wir haben drei Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz, das ist fantastisch. Jetzt müssen wir mit Begeisterung noch dreimal alles raushauen“, so Lorenz kämpferisch. „Wir waren zuletzt sehr stabil, das wollen wir wieder sein.“

Verzichten muss Trainer Michael Lorenz auf Ömer Akman, der eine Sperre absitzen muss (zehnte Gelbe Karte), der Einsatz von Kevin Kehrmann ist fraglich: Er konnte in dieser Woche nicht trainieren.