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Fußball-Regionalliga

Kray bekommt Grenzen aufgezeigt

05.08.2012 | 18:32 Uhr
Kray bekommt Grenzen aufgezeigt

Aufsteiger FC Kray startete mit einer 0:1-Niederlage in die Saison.

FC Kray -
Schalke 04 II 0:1 (0:0)

Kray: O. Allouche - H. Allouche, Kretschmar, G. Ketsatis - Sokhan-Sanj, Immanuel (64. Zweck), Milaszewski (58. Walter), Kehrmann (79. Scheider), Barra, Elouriachi - Schmidt.
Tor: 0:1 Langlitz (75., Foulelfmeter)
Zuschauer: 3078.

Herzlich Willkommen in der Regionalliga! Nach dem der FC Kray in den vergangenen zwei Jahren durch die Ligen spazieren durfte – mehr oder weniger, natürlich –, bekam der Sensations-Aufsteiger zum Auftakt gegen Schalke 04 II zu spüren, wie es sich anfühlt, in der Höhenluft der Vierten Liga Fußball zu spielen: Der FCK verlor die Partie verdient mit 0:1. „Schalke war dieses eine Tor besser, diese Niederlage geht völlig in Ordnung“, bilanzierte auch Kray-Trainer Dirk Wißel.

Herzlich Willkommen in der Vierten – aber dieser Nachmittag am Uhlenkrug vor der ansehnlichen Kulisse von 3078 Zuschauern zeigte auch, dass sich die Krayer nicht zu verstecken brauchen. Keine Angst haben müssen vor diesem Abenteuer. „Wir können mithalten“, befand Kapitän Dominik „Kiki“ Immanuel nicht zu Unrecht.

Vor allem in der ersten Halbzeit stellte der FCK den talentierten Schalker Nachwuchs vor Probleme. Kray verteidigte konsequent und legte nach sehr zaghaften ersten 20 Minuten auch in der Offensive die erste Nervosität ab. Na klar – Philipp Max hätte in der 19. Minute die Führung für S04 köpfen müssen. Aber mehr ließ der FC Kray im ersten Durchgang nicht zu, hatte selbst durch Kevin Kehrmann (18.) oder Philipp Schmidt (26.) sehr gute Möglichkeiten.

Es war die zweite Halbzeit, die das Pendel eindeutig in Richtung der Gäste aus Gelsenkirchen ausschlagen ließ, die Krayer Großchance erneut durch Philipp Schmidt (69.) ein Ausreißer. „Wir haben uns im ersten Durchgang schlecht bewegt“, analysierte S04-Trainer Bernhard Trares. „Die Jungs mussten mit dem Druck umgehen, gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner gewinnen zu müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir vieles besser gemacht.“ Und Schalke kam zu Möglichkeiten, es bedurfte allerdings eines Foulelfmeters, um das 1:0 zu erzielen. Der Unglücksrabe: Matthias Walter, gerade 17 Minuten auf dem Platz. Eingewechselt, um der Krayer Defensive den Halt zurückzugeben, den sie verloren hatte. „Wir waren in der zweiten Hälfte nicht gut sortiert“, so auch Wißel.

Natürlich hatte der Trainer noch einiges Potenzial ausgemacht bei seinen Jungs. „Wir haben kaum einmal Druck auf den Gegner aufbauen können.“ Und das sei eben nicht eine Frage, ob man einen Ball anstoppen könne, sondern wie man das mache und welche Richtung man schon mit dieser ersten Aktion vorgebe. „Das wissen die Jungs, doch zwischen ,wissen’ und ,machen’ liegt eben noch ein großer Unterschied. Daran werden wir arbeiten, wir haben nur eine Schlacht verloren.“

Viel Zeit bleibt nicht: Schon morgen steht das erste Auswärtsspiel in Wiedenbrück (19.30 Uhr) an. Dominik Immanuel war nach dem ersten Auftritt guter Dinge: „Wir müssen uns taktisch verbessern und stabilisieren. Aber wir lernen dazu und wir haben ein großes Ziel erreicht: Wir sind aus dem Spiel heraus ohne Gegentor geblieben.“ Aber auch ohne eigenes Tor. „Wir bekommen weniger Gelegenheiten, und die müssen wir eben konsequent nutzen“, so Ilias Elouriachi einsichtig.

0:1 gegen Schalke II – willkommen in der Regionalliga: Die erste Lektion ist durchlebt, Kray will die Lehren ziehen.

Achim Faust



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