KGE stellt die ersten Weichen

Es war das erwartet spannende Kanu-Wochenende an und auf der Duisburger Wedau. Das erste große Stelldichein der nationalen Elite im Kampf um die Nationalmannschaftsplätze gab einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die Highlights. Erste Weichen in die richtige Richtung stellen konnten die Aktiven der KG Essen, die sich vielfach in die A-Finals fuhren und Top-Platzierungen erzielten.

Die ersten Entscheidungen auf der Wedau fielen im Sprintbereich. Und hier konnte am Ende Jonas Ems eine gute Bilanz ziehen, wobei er nach dem ersten Endlauf am Samstagabend noch etwas zwiegespalten war. Hinter Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) hatte sich der junge Max Lemke (Mannheim) als Dritter noch vor den Essener Ems geschoben.

„Grundsätzlich bin ich zufrieden mit dem Rennen, mit der Platzierung aber nicht so ganz. Offensichtlich hat die Erkältung im Vorfeld doch ihre Spuren hinterlassen“, so Ems. Im zweiten 200 Meter-Finale konnte Ems dann einen drauf setzen und sich verbessert präsentieren. In Abwesenheit von Rauhe und Liebscher, die nach ihrem Vortages-Erfolg schon „durch waren“, siegte er vor Max Lemke. „Das war wieder ein schönes Rennen. Auch der Start war dieses Mal in Ordnung. Da laut Reglement die beste Platzziffer beider Rennen zählt, habe ich nun auch eine „Eins“ stehen. Jetzt kann ich voll motiviert in die zweite Sichtung in drei Wochen gehen.“

Ein guter Einstand gelang bei den Herren auch Max Hoff und Max Rendschmidt. Ohne Probleme fuhren sich beide in die A-Finals über 500 Meter und 1000 Meter. Wobei zunächst der Endlauf über den halben Kilometer anstand. Im Ziel lag dann Max Rendschmidt auf Rang zwei, dicht gefolgt von Max Hoff auf Platz drei. Schneller war hier nur der 500 Meter-Weltmeister von 2013 – Tom Liebscher aus Dresden.

Auch David Schmude überzeugt

Ein mehr als gelungener Auftakt für die beiden „Maxe“. Erfreulich auch die Finalteilnahme und Platz sieben von David Schmude in dem Elitefeld. Im Ziel hatte Max Rendschmidt mit geballter Faust signalisiert, dass er mit diesem Auftakt zufrieden war. Ebenso wie Max Hoff. „Platz drei war für mich über 500 Meter das Machbare. Dass Max Rendschmidt und Tom Liebscher vor mir lagen, geht voll in Ordnung. Besser machen will ich es immer, aber meine Stärke kommt ja über 1000 Meter noch.“ Und tatsächlich über die doppelte Distanz der umgekehrt Zieleinlauf: Hoff vor Rendschmidt.

Herrentrainer Robert Berger war schon vor dem 1000 Meter-Finale zufrieden mit den Ergebnissen und hob als positive Überraschung Frederik Illtz hervor, der sich in seinem ersten Leistungsklasse-Jahr bärenstark zeigte und über beide Strecken in die B-Finals fuhr und sogar Kurs auf den U-23 Bereich nahm.

Bei den Damen konnte Anna Kowald auf ihrer Spezialstrecke punkten. Sie fuhr ins A-Finale; ebenso wie KGE-Neuzugang Katharina Köther. Mit Platz vier hinter Nationalmannschaftsfahrerin Sabine Volz (Karlsruhe) und den beiden Olympiasiegerinnen Tina Dietze (Leipzig) und Franziska Weber (Potsdam) erzielte sie ein starkes Ergebnis. „Anna hat über 200 Meter ihre Vorjahres-Leistungen bestätigt und sich hier als beste U23-Starterin erwiesen“, so Damen-Trainer Christoph Steinkamp. Ihr dürfte nun die zweite Sichtung entgegen kommen, bei der die 200m zweifach auf dem Programm stehen. Auf Rang neun fuhr Katharina Köther ein. Über 500m lagen beide im B-Finale auf den Plätzen fünf und vier.

Unter die Top-Ten bei den Juniorinnen fuhr sich Pia Reineck als neunte der Gesamtwertung. Und KGE-Neu-Junior Michael Lettmann konnte als Gesamt-13. durchaus zufrieden sein.