KGE-Quintett in Nationalmannschaft berufen

Frederik Illtz machte erstmals in der Leistungsklasse auf sich aufmerksam und steht nun in der U23-Mannschaft
Frederik Illtz machte erstmals in der Leistungsklasse auf sich aufmerksam und steht nun in der U23-Mannschaft
Foto: Ute Freise
Was wir bereits wissen
Die nationale Sichtung des Deutschen Kanu-Verbandes ist abgeschlossen, ebenso wie die Beratungen der Verantwortlichen. Gleich fünf Kajak-Herren der KG Essen befinden sich derzeit am Bundesleistungszentrum Duisburg-Wedau in der Vorbereitung auf zu Pfingsten anstehenden Weltcup.

Seit gestern befinden sich die deutschen Rennkanuten in einer neuen Phase der Saison. Die nationale Sichtung des Deutschen Kanu-Verbandes ist abgeschlossen, ebenso wie die Beratungen der Verantwortlichen. Und bekannt gegeben wurde auch der Kreis der Sportler, die den Sprung in die erweiterten Nationalmannschaften geschafft haben und für die nun die internationalen Qualifikationsregatten anstehen.

Mit durchaus positiver Bilanz für die KG Essen: Gleich fünf Kajak-Herren befinden sich derzeit am Bundesleistungszentrum Duisburg-Wedau in der Vorbereitung auf den Pfingsten anstehenden Weltcup, der ersten WM-Qualifikationsregatta. Das ist einmal Max Hoff, der natürlich im 1.000m-Einer starten wird. Dann ist es Max Rendschmidt, der mit Marcus Groß (Berlin) erneut ein Duo über 1.000m bilden wird. In der Vorbereitung wird es für die Bundestrainer aber auch darum gehen, einen schlagkräftigen 1.000m-Viererkajak zu formieren, der international bestehen kann. Gleich zehn Bewerber stehen da in Duisburg bereit, sich für das Flaggschiff anzubieten. Darunter auch die KGEer Kai Spenner, David Schmude und auch Fabian Kux, der noch die nationale Qualifikationshürde nehmen konnte. In den abschließenden Testrennen in Zweierkajaks hatten insbesondere Spenner und Schmude mit ihren Partnern ihre Mannschaftsbootsqualitäten unter Beweis gestellt.

Nicht mehr beim Weltcup dabei sein wird Jonas Ems, der bei einem Ausscheidungsrennen im 200m-Einer das Nachsehen gegenüber Felix König (Potsdam) hatte. Nach „bescheidenen Leistungen von Jonas auf der zweiten Sichtung“, wie Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch es formuliert hatte, war dieses Stechen notwendig geworden, da beide Sportler punktgleich auf Ranglistenplatz vier rangierten. Jonas Ems kam gut vom Start weg, verfiel dann aber in einen zu langen Streckenschlag. Felix König kam auf und zog vorbei. „Das war eine deutlich bessere Vorstellung als am Wochenende“ bescheinigte auch Hanisch. Es fehlte nicht viel für Ems, letztendlich aber zu viel. „Da ist momentan der Wurm drin und es ist absolut ärgerlich, dass ich das, was ich kann, derzeit nicht abrufen kann. Das muss ich natürlich erst einmal verarbeiten. Aber ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken; im nächsten Jahr, dem Olympiajahr, gilt es neu anzugreifen“, so Jonas Ems nach dem Ausscheidungsrennen.

Für die U23-Nationalmannschaft qualifiziert hat sich Frederik Illtz. Ein Riesenerfolg in seinem ersten Leistungsklasse-Jahr, mit dem nicht zwingend zu rechnen war. Und auch Anna Kowald und Katharina Köther haben die Norm für das U23-Team geschafft.

Somit sind fünf Herren und drei Nachwuchssportler der KGE auf internationalem Parkett unterwegs mit der Chance, sich für die Saisonhöhepunkte WM in Mailand und U23-WM in Montemor-o-Velho (Portugal) zu qualifizieren. Nächste wichtige Station für das A-Team ist der Weltcup in Duisburg (22. bis 24.Mai), wo die ersten WM-Qualifikationen geschafft werden können.