KGE-Asse weiter in der Erfolgsspur

Max Hoff (Essen, mitte) gewinnt beim Weltcup in Kopenhagen den Einerkajak über 1.000m vor Rene Holten Poulsen (Daenemark, li) und Artuur Peters (BEL, re) - hier beim Selfie
Max Hoff (Essen, mitte) gewinnt beim Weltcup in Kopenhagen den Einerkajak über 1.000m vor Rene Holten Poulsen (Daenemark, li) und Artuur Peters (BEL, re) - hier beim Selfie
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Gold für Max Hoff in einem spannenden 1000-Meter-Einerkajakfinale über Lokalmatador Poulsen sowie Max Rendschmidt im Zweierkajak mit Marcus Groß.

Die deutsche Kanu-Flotte fuhr nur eine Woche nach dem Duisburger Weltcup weiterhin in der Erfolgsspur und fischte beim Weltcup (bei 12 olympischen Disziplinen) sechs Gold-, sowie je eine Silber, -und Bronzemedaille aus dem Bagsvardsee von Kopenhagen.

Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatten auch die fünf KGEer im deutschen Team – Max Hoff, Max Rendschmidt, Kai Spenner, David Schmude und Fabian Kux, die alle mit Medaillen die Heimreise antreten konnten: Hoff mit Gold und Silber, Rendschmidt und Spenner mit Gold und zudem Schmude sowie Kux mit Bronze.

Rund 15 Kilometer nördlich von Kopenhagen stand speziell das Finale im 1000m-Einerkajak der Herren im Blickpunkt. Prominentester Gast war zudem Kronprinz Frederik von Dänemark. Erwartet wurde ein großer Showdown – zwischen Rene Holten Poulsen, dem dänischen Vorzeige-Kanuten schlechthin und Lokalmatadoren und Max Hoff; beide Dauerkonkurrenten der vergangenen Jahre. Am Ende war es wieder, wie bei der Europameisterschaft in Racice und beim Weltcup in Duisburg, Max Hoff, der dieses Rennen für sich entschied und vor Poulsen gewann. „Wie eine Rakete“ hatte sich der KGEer laut eines Kommentars der ICF schon im Vorlauf im direkten Vergleich behauptet und auch im Finale von der Konkurrenz ab- und in Führung gesetzt.

Beide Viererkajaks im Finale

Und doch sollte es am Ende noch einmal spannend werden, denn der Däne kam Max Hoff vor dem Ziel recht nahe. „Nachdem ich gut mein Rennen fahren konnte, glaubte ich im Blickwinkel links außen ein TV-Begleitboot wahrzunehmen. Erst nachdem ich doch einmal zur Seite schaute, habe ich gesehen, dass es Poulsen war, der nahezu aufgeschlossen hatte. Gut, dass ich den Blick riskiert habe und rechtzeitig reagieren konnte“, kommentierte Sieger Hoff später schmunzelnd. So konnte er dann bei der Siegerehrung vor überwiegend dänischer Kulisse die Goldmedaille von Kronprinz Frederik entgegennehmen, der Max Hoff herzlichst zu seinem Erfolg gratulierte.

Eine äußerst souveräne Vorstellung gelang nur wenig später Max Rendschmidt im 1000m-Zweierkajak mit seinem Berliner Partner Marcus Groß. Dieser Zweier erwies sich für den DKV einmal mehr als eine Bank und siegte mit sage und schreibe 2,8 Sekunden Vorsprung vor dem Boot aus Australien und dem russischen Zweier, der schon 4,5 Sekunden dahinter lag. „Wir hatten auf der Strecke schon Probleme mit den Windböen und dem kabbeligen und welligen Wasser. Von daher war ich schon überrascht, dass wir so weit vorne lagen“, ließ Max Rendschmidt das Rennen später zufrieden Revue passieren. Insbesondere das australische Boot hatten Rendschmidt-Groß näher mit auf der Rechnung gehabt. Umso erfreulichen für die Essen-Berliner Kombination, dass der Vorsprung trotz nicht optimalem Rennverlauf so klar ausfiel.

Mit Spannung erwartet wurden dann die Rennen im 1000m-Viererkajak der Herren, in dem gleich zwei deutsche Vierer mit drei KGEern aufeinander trafen. Beide Großboote zogen in das A-Finale ein und sollten somit wie schon in Duisburg erneut aufeinandertreffen. Am Ende bot sich den Zuschauern und auch den Bundestrainern ein Bild von Seltenheitswert – denn beide deutschen Vierer schafften den Sprung aufs Treppchen. Ganz oben Kai Spenner mit Schlagmann Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen). In einem Wimpernschlag-Zieleinlauf hatte sich dieses Quartett mit 8/100 Sekunden vor dem Vierer aus Australien durchgesetzt und dabei auch die Winzigkeit von 16/100 Sekunden vor dem zweiten DKV-Boot mit den beiden Essenern David Schmude, Fabian Kux sowie Felix Landes (Neckarsulm) und Gordon Harbrecht (Neubrandenburg) gelegen.