Kettwigs Sieg war teuer erkauft
01.02.2009 | 21:28 Uhr 2009-02-01T21:28:13+0100HANDBALL. Mörsch am Daumen verletzt, Vogel mit Verdacht auf Kreuzbandriss. Tusem II wieder alleine an der Tabellenspitze.
Handball-Verbandsligist Tusem II übernahm durch den klaren 34:27-Erfolg in Burscheid wieder die alleinige Tabellenführung, da sich die bisher punktgleiche HSG "Rade" einen 24:26-Ausrutscher im Verfolgerduell in Langenfeld leistete.
Burscheider TG - Tusem II 27:34 (14:18). Der Einstand von Mark Dragunski musste kurzfristig verschoben werden. Der Kreisläufer war nach seinen Einsätzen in der Bundesligatruppe aufgrund der geänderten Richtlinien des DHB doch noch nicht spielberechtigt und kann erst am 15. Februar in Hückeswagen eingesetzt werden.
Der Sieg der Essener war dennoch nie in Gefahr. "Wir haben die heimstarken Burscheider immer klar beherrscht, lagen meistens mit vier bis fünf Toren in Führung und konnten uns nach dem Wechsel sogar auf zwölf Treffer absetzen", ging das Lob von Trainer Herbert Stauber vor allem in Richtung des Rückraums mit Ingo Stary und Pascal Tovornik.
Tusem-Tore: Lars Krüger (3), Roth (2), Daniel Krüger (1), Dietrich (3), Kristopher Kalinowski (5), Stary (6), Haase (3), Kaiser (1), Westheider (1), Bondar, Tovornik (8), Waltermann (1).
TuS Lintorf - Kettwig 70 22:28 (10:16). Ein teuer erkaufter Sieg für die Kettwiger. Während Linkshänder Sascha Mörsch nach einem Schlag auf den Daumen in der ersten Halbzeit stark blutend ins Krankhaus musste, schied Sebastian Vogel im zweiten Durchgang nach einem Foul mit Verdacht auf Kreuzbandriss verletzt aus. Kettwig hatte die schwachen Lintorfer zu jeder Zeit im Griff. Über 3:1, 8:5 und 13:10 setzte sich das Team von Spielertrainer Mirko Bernau, der gänzlich auf seinen eigenen Einsatz verzichtete, kontinuierlich ab und sorgte mit dem 23:15 für die endgültige Entscheidung. Neben dem 13-fachen Torschützen Jens Flemmig überzeugte vor allem Torwart Alex Pütter, der drei Siebenmeter hielt.
K70-Treffer: Dambeck (1), Yaldiz (1), Hellebrandt (4), Flemmig (13), Fabian (3), Bach (1), Vogt (3), Mörsch (2).
Landesliga Während SG Überruhr und der ETB zu mühevollen Pflichtsiegen kamen, dürfte der Abstieg für die HSG Hallo nach der Niederlage in Unterrath immer greifbarer werden.
SG Überruhr - GW Werden 31:26 (13:11). Ein mühevoller Arbeitssieg für den Favoriten. Obwohl Überruhr nach dem 4:4 meistens mit zwei Treffern führte, fiel die Vorentscheidung erst nach dem Wechsel. Gestützt auf den überragenden knapp 50-jährigen Torwart Michael Thomas setzten sich die Gastgeber auf 20:14 ab. Werden steckte jedoch nicht auf und kämpfte sich vor allem durch den Routinier Dirk Herrenbrück nach dem 20:26 auf 24:27 heran, schafften die Wende aber nicht mehr.
Tore SGÜ: Schamberg (6), Clodt, Wolf, Lange (je 5), Nico Birkenstock, Batz (je 4), Seidensticker (2).
GWW-Treffer: Herrenbrück (8), Becker (6), Hennen, Kuzminski, Marian Weigt, Mallach, Hebmüller (je 2), Riepl, Kraft.
ETB - TSG Benrath 32:27 (15:16). Gegen die ohne einen Auswechselspieler angetretenen Benrather hatten die Schwarz-Weißen große Probleme und fanden bis zum Wechsel nie zu ihrem Spiel. Erst in den letzten zehn Minuten wurde das Team von Trainer Peter Jennes wach. Vor allem Benjamin Möller mit drei Treffern von der linken Außenposition und Lars Dressler leiteten die Wende ein. Der ETB-Coach fand vor allem lobende Worte für das Schiedsrichter Duo Blasitzke/Neff: "Eine souveräne Vorstellung mit insgesamt nur einer Zeitstrafe und vier Siebenmeter-Entscheidungen."
Tore ETB: Lars Dressler (9), Stenzel (6), Kölbel (5), Matzke (3), Bellenbaum, Hungerhoff (je 2), Rimbach.
SG Unterrath - HSG Hallo 28:26 (11:16). Die weiterhin stark ersatzgeschwächte HSG begann hoch konzentriert gegen die ebenfalls stark abstiegsgefährdeten Unterrather. Der "Knackpunkt" für die Niederlage war die umstrittene rote Karte für Oliver Wysk in der 21. Minute. Die Gäste verkrafteten diesen Schock zunächst überraschend gut und führten nach dem Wechsel sogar noch mit 19:11, brachten jedoch in der Endphase gegen die offensive deckenden Unterrather ein. Selbst in der 6:4-Überzahl (58.) vertändelten sie den Ball und kassierten einen Treffer.
Winfried Huttrop - Kettwig 70 II 42:37 (18:19). Wichtige Zähler für die Huttroper im Kampf gegen den Abstieg. Während Winfrieds Trainer Dirk Bril mit seiner Mannschaft hoch zufrieden war, bemängelte K70-Trainer Markus Wölke Lauf-, Einsatzbereitschaft und Einstellung bei seinem Team: "Wir hatten nach 15 Minuten bei der 15:9-Führung Spiel und Gegner fest im Griff." Die Huttroper, die verhalten begannen (6:11), kamen jedoch nach dem klaren Rückstand ins Rollen. Sie gingen erstmals zum 26:24 mit zwei Treffern in Führung und setzten sich zum 34:30 vorentscheidend ab.
Tore Huttrop: Schulz (9), Theurich (8), Feldvoss, Marx (je 5), Kluwig, Kerger (je 4), Lepper, Nowak (je 2); K70: Konczak (8), Ramming (7), Jäger (6), Meyer, Keupp (je 4), Mutschall, Soest (je 2), Baumann, Gerissen.
SuS Haarzopf - TV Ratingen 29:27 (13:12). Haarzopf hat mit dem Erfolg Anschluss an das Mittelfeld gefunden. Nach einer wenig verheißungsvollen ersten Viertelsunde mit einer Reihe von "Aluminiumtreffern" und einem 2:7-Rückstand stellte Trainer Dirk Gurtner seine Mannschaft in der Abwehr neu ein. Die Gastgeber kämpften sich heran und setzten nach dem Wechsel über 23:19 und 25:20 auf 27:22 ab. Sie agierten in der Endphase jedoch zu hektisch und gerieten noch einmal in Gefahr.
Tore SuS: Lemke, Unterschemmann (je 6), Hilbck (5), Florian Liedtke (4), Sebastian Liedtke, Runge, Kristopher Weske (je 2), Klose, Bastian Weske.
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