Kerniges Programm

Mit einem kernigen Programm starten die Zweitliga-Volleyballer des VV Humann an diesem Wochenende ins noch junge Jahr. Zum Auftakt steht direkt ein Doppelspieltag an, der den Essenern zunächst einen Auswärtsauftritt beim TSV Giesen/Hildesheim (Fr., 20 Uhr) beschert. Keine 24 Stunden später steht dann schon die Partie beim Tabellenführer SV Lindow-Gransee an (Sa., 18 Uhr).

„Wir sind in beide Male klarer Außenseiter, aber wenn wir überhaupt von Erfolgsaussichten sprechen, dann sind diese gegen Giesen sicherlich deutlich besser“, betont Humann-Trainer Jens Bräkling, der auf einen vollen und recht ausgeruhten Kader zurückgreifen kann. Schließlich haben die Humänner über die Weihnachtstage eine komplette Sportpause eingelegt und sich in der vergangenen Woche bei einem Turnier in Bielefeld dann wieder halbwegs auf Betriebstemperatur gebracht.

„Wir haben das Turnier gewonnen, allerdings muss man auch klar sagen, dass die Gegner, die maximal aus der Regionalliga kamen, kein echter Maßstab für uns waren. Insgesamt war es aber eine willkommene Abwechslung, die ihren Zweck voll und ganz erfüllt hat“, berichtet Bräkling.

Während die Humänner momentan mit acht Punkten aus zehn Partien als Drittletzter um den sportlichen Klassenerhalt kämpfen, sieht es bei den Widersachern des Wochenendes deutlich entspannter aus. Giesen steht als Achter irgendwo im tabellarischen Nirgendwo, denn weder nach oben, noch nach unten scheint sich noch besonders viel für die Niedersachsen zu verändern.

„Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass es sich um einen ehemaligen Erstligisten handelt. Die Giesener verfügen noch immer über eine Reihe von starken und auch erstligaerprobten Spielern“, erklärt Jens Bräkling. Angst und bange wird dem Trainer und seiner noch recht jugendlichen Rasselbande jedoch nicht. Vielmehr sieht Bräkling das Spiel als Chance, um den Aufwärtstrend aus den Wochen vor der Weihnachtspause zu bestätigen. Denn mit sieben Punkten aus den jüngsten fünf Begegnungen haben die jungen Humänner mehr als nur angedeutet, zu was sie in der Lage sind.

Dass er auch aus Lindow-Gransee etwas Zählbares mitbringt, sollte man vom VVH jedoch nicht erwarten. Schließlich spielen die Ostdeutschen derzeit quasi die Saison ihres Lebens und stehen mit einem Zähler Vorsprung vor Solingen und Bitterfeld recht überraschend an der Spitze. Saisonübergreifend haben sie mittlerweile sogar elf Heimspiele in Folge gewonnen. Und diese Serie wollen die Lindower gegen den Gast aus Essen selbstverständlich fortsetzen.

Doch gerade die geringen Erwartungen sorgen bei Bräkling für dezente Hoffnung auf eine Überraschung. „Schließlich haben wir auch in der Vergangenheit oftmals dann unsere besten Spiele gezeigt, wenn man es nicht von uns erwartet hat.“