Kein Selbstläufer

ETB Wohnbau Baskets gewinnen gegen Baunach mit 78:63. Auf dem Foto: Marco Buljevic (ETB).
ETB Wohnbau Baskets gewinnen gegen Baunach mit 78:63. Auf dem Foto: Marco Buljevic (ETB).
Foto: WAZ FotoPool
ETB-Coach Krizanovic sieht die Playoffs trotz des Sieges gegen Baunach nicht als gesichert an. Auswärts lange ohne Sieg, zu Hause unter Druck.

Der Heimsieg gegen Baunach war ein ganz wichtiger. Zum einen aufgrund der Tabelle: Mit dem 78:63-Erfolg manifestierten die ETB Wohnbau Baskets ihren Platz unter den acht besten Teams der Zweiten Liga (Pro A), satte acht Punkte Vorsprung (vier Siege) haben die Essener nun auf den neunten Platz, den sich – geht man nur nach den Punkten – Vechta, Chemnitz, Baunach und Kirchheim teilen. Dass damit eine Vorentscheidung im Kampf um die Playoffs gefallen sein könnte, verwies ETB-Coach Igor Krizanovic nach dem Sieg gegen Bike-Cafe Messingschlager ins Reich der Märchen. Acht Spiele sind noch zu spielen, „drei Siege brauchen wir mindestens noch“, vermutete der Kroate am Wochenende.

Drei aus acht, das klingt machbar. Ist es auch – nur eben kein Selbstläufer. Zumal es die Schwarz-Weißen schon seit geraumer Zeit nicht hinbekommen, auswärts zu punkten. Fünf Mal in Folge mussten sich die Essener nun schon in der Fremde geschlagen geben, in Paderborn, Hamburg, Chemnitz, Gotha und Nürnberg. Der letzte Sieg datiert vom 29. November (!), damals gelang ein 68:54-Sieg in Cuxhaven. „Somit steht man zu Hause dann automatisch unter Druck“, weiß auch Igor Krizanovic. Druck, den man dem Team gegen Baunach angemerkt hatte. Krizanovic: „Es geht darum, keine Negativserie zu starten. Wir wollen das Gegenteil schaffen.“

Ob es am kommenden Samstag gelingt? Die Herausforderung ist enorm. Der ETB gastiert um 19 Uhr bei Science City Jena. Es sind immer besondere, sehr emotionale Spiele gegen ein Team, das „unorthodox“ agiert, 40 Minuten „Presse“ spielen will – und kann. Und zudem ungemein gut drauf ist: Am Sonntag gewannen die Thüringer beim Playoff-Anwärter Heidelberg überdeutlich mit 97:56, sogar Trainer Björn Harmsen schien beeindruckt vom eigenen Team: „Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Vielleicht das Beste der Saison. Gleich von Anfang an gut zusammengespielt und hochprozentig getroffen.“

Direkter Vergleich entscheidend

Da können sich die Wohnbau Baskets also auf etwas gefasst machen. Der Hinspielsieg fiel mit 103:98 knapp aus – wichtig zu bemerken vor dem Hintergrund des bei Punktgleichheit am Ende ausschlaggebenden direkten Vergleichs. Am darauf folgenden Freitag kommt dann Cuxhaven zum Hallo, „für die Mannschaft geht es um den Klassenerhalt, das Team wurde verstärkt, das wird ebenfalls eine schwierige Aufgabe“, ahnt ETB-Trainer Igor Krizanovic.