Katz und Maus spielen

Den Ausweg sucht hier  Marco Buljevic (ETB).
Den Ausweg sucht hier Marco Buljevic (ETB).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das dritte Spiel im Playoff-Viertelfinale steht an: Der ETB muss nach Nürnberg. Automatismen sollen greifen, das Team will dem NBC aber auch eine neue Aufgabe stellen.

Spiel drei im Playoff-Viertelfinale der Zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A): Das Gastspiel der ETB Wohnbau Baskets bei rent4office Nürnberg (20 Uhr, Berliner Platz) wird definitiv nicht das letzte Duell dieser beiden Teams in dieser K.O.-Runde sein, mit dem gewonnenen Kraftakt am Ostermontag hatten die Schwarz-Weißen ausgleichen, ein zweites Heimspiel (Sonntag, 17 Uhr, Hallo) erzwingen können. Mindestens das. Man könnte auch sagen: Der ETB hat zurückgeschlagen im Kampf ums Halbfinale, in das man natürlich liebend gerne einziehen würde.

Doch nun erstmal die dritte Partie in Nürnberg: Den vergangenen Dienstag hatten die Essener zur Regeneration genutzt (alle Akteure aus der Partie am Montag werden voraussichtlich auch am Freitagabend mitwirken können), seit Mittwoch beschäftigt sich man konzentriert wieder mit Basketball.

Problemchen und Probleme

Der ETB hat nach einer schleppenden Rückrunde mit vielen Problemchen und Problemen ein bisschen was nach zu holen. „Wir arbeiten an Automatismen, damit wir mal wieder auf dem Parkett etwas zeigen können, was diesen Namen auch verdient“, so Trainer Igor Krizanovic. Nach dem Debakel im ersten Spiel im Frankenland hatten sich die Wohnbau Baskets zu Hause am Hallo allerdings nicht nur kämpferisch verbessert gezeigt, sondern auch spielerisch. „Dass wir es können, war die wichtigste Erkenntnis“, hatte der Kroate nach dem 76:73 zu Protokoll gegeben.

Aber der ETB sollte es noch besser können – muss es gegen ein Kaliber wie den NBC auch besser können. Man sei nicht auf einmal „super“ hatte Krizanovic seinen Jungs eingeimpft. Immerhin: Das Selbstbewusstsein dürfte nach dem Erfolg – dem ersten gegen Nürnberg in dieser Saison überhaupt – gestiegen sein. Keine schlechten Voraussetzungen für den nächsten Entwicklungsschritt.

Die Zeit ist knapp, trotzdem wollen sich die Essener auch Überraschendes einfallen lassen. „Man kennt sich“, so der ETB-Coach. „Da muss man dem Gegner schon auch etwas geben, worauf er reagieren muss.“ Tatsächlich wird dies allerdings auch für die Nürnberger gelten, die in Essen gegenüber dem ersten Duell im heimischen Franken kaum etwas anders gemacht hatten. „Man muss damit rechnen, dass sich auch der NBC nach der Niederlage bei uns etwas ausdenkt, so eine Playoff-Runde ist immer auch eine Art Katz- und Maus-Spiel“, lacht Igor Krizanovic. Der Coach stellt klar: „Das dritte Spiel ist das wichtigste in so einer Serie, und genau so wollen wir es angehen.“ Da käme ja der erste Auswärtssieg im Jahr 2015 keinen Moment zu früh.