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Kanupolo: Berliner Dominanz

29.05.2012 | 19:15 Uhr
Kanupolo: Berliner Dominanz

„Die können bestimmt alle die Eskimorolle.“ Zwei Frauen, die am Pfingstmontag auf ihrem Spaziergang wohl eher zufällig zu den Finals des 41. Internationalen Deutschland-Cups ans Ufer des Baldeneysees gekommen waren, schwankten bei ihrem offenbar ersten Mal „Kanupolo live“ zwischen Faszination und Unglaube. So ganz geheuer war es ihnen nicht, was sie dort sahen. Aber interessant allemal. Und wie auf Bestellung begann das Herren-Finale zwischen dem KCNW Berlin und Hamburg/Göttingen mit einer Eskimorolle.

„Die können bestimmt alle die Eskimorolle.“ Zwei Frauen, die am Pfingstmontag auf ihrem Spaziergang wohl eher zufällig zu den Finals des 41. Internationalen Deutschland-Cups ans Ufer des Baldeneysees gekommen waren, schwankten bei ihrem offenbar ersten Mal „Kanupolo live“ zwischen Faszination und Unglaube. So ganz geheuer war es ihnen nicht, was sie dort sahen. Aber interessant allemal. Und wie auf Bestellung begann das Herren-Finale zwischen dem KCNW Berlin und Hamburg/Göttingen mit einer Eskimorolle.

Die Bilanz der beiden heimischen Klubs fiel unterschiedlich aus. Die Damenteams von Rothe Mühle (8.) und KG Wanderfalke (13.) , die sich beide im Neuaufbau befinden, hatten erwartungsgemäß nichts mit dem Sieg zu tun. Den machten KCNW Berlin und die Spielgemienschaft Meridian/Hanau untereinander aus. Und die Damen machten es spannend. Zunächst führte die Spielgemeinschaft, dann konterten die Berlinerinnen und sahen schon wieder der Sieger aus, als sie vier Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 4:4 kassierten – fünf Minuten Verlängerung mit „Golden Goal“. Und das erzielte Antonia Scheidmann für Berlin.

Bei den Herren (LK1) standen sich KCNW Berlin und ACC Hamburg/Göttinger PC gegenüber. „We are black, we are white, we are Berlin Dynamite“, stimmten sich die Hauptstädter mit einem abgewandelten Spruch, den Dänemarks Fußballer berühmt machten, lautstark auf das Endspiel ein. Und auch dieses Finale sollte spannend werden. Eine dreimalige Berliner Führung glich Hamburg/Göttingen jeweils aus. Einen Rückstand der Berliner verhinderte Henning Diedrich, der mit dem Paddel mehrfach klärte. Die Hauptstädter testeten ihrerseits mehrfach die Härte des Aluminiums des gegnerischen Tores. Am Ende war es Hanno Diedrich, der mit der zum 4:3-Endstand für Berlin traf.

Aus Essener Sicht durften sich die Herren der KG Wanderfalke über einen siebten Platz freuen. Gastgeber Rothe Mühle dürfte mit Rang 13 hingegen alles andere als zufrieden gewesen sein. Die Ergebnisse der Wanderfalken: Viking GB (1:6), Mariner CC Rome (9:2), Taipei NGs Taiwan (10:1), VK Berlin (6:1), Michiel d. Ruyter (4_4), WSF Liblar (3:4), SG ACC/GPC (1:4), Arenzano Italy (7:4), KCNW Berlin (1:5), KV Deventer (1:0). Die Resultate von Rothe Mühle: KC Radolfzell (6:4), Taipei CPS (10:1), Arenzano Italy (2:3), Skovshoved (5:2), KV Deventer (1:6), Michiel d. Ruyter (3:4), Meridian GB (5:2), SG ACC/GPC (5:6), Groningen (5:4).

Trotzdem tauchte der Name Rothe zweimal in Endspielen auf. Sowohl die Schüler als auch die Junioren mussten am Ende allerdings den „Havelbrüdern“ den Vortritt lassen. Jürgen Konrad, der mit seinem Team die 41. Auflage des Deutschland-Cups organisierte, durfte sich zudem über gut gefüllte Ränge an der Regattastrecke freuen. Doch der Organisations-Chef fand auch kleine Makel, so zum Beispiel, dass es keine Schilder mit den Namen der Endspiel-Klubs als Information für die Zuschauer gab. Jürgen Konrad versprach Abhilfe. „Bis zu den Deutschen Meisterschaften wird das wohl noch nicht klappen, aber im kommenden Jahr bestimmt“, sagte er.

Trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass Mitte August bei der DM die beiden Frauen wieder am Ufer des Baldeneysees gesichtet werden.

Dietmar Mauer



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