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Kampf der Philosophien

18.03.2011 | 18:30 Uhr
Kampf der Philosophien

Der nächste Akt im Abstiegskampf steht an: Für Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB geht es am Sonntag nach Ostwestfalen zu den webmoebel Baskets Paderborn (17 Uhr).

Nach dem existenziellen Sieg am vergangenen Samstag über Cuxhaven will die Mannschaft von Trainer Igor Krizanovic unbedingt nachlegen. „Wir wollen uns noch einmal einen Schub holen für die dann anstehenden direkten Vergleiche gegen die Konkurrenz um den Klassenerhalt“, erklärt der Kroate.

Denn das ist Paderborn nicht mehr. Nach einem ganz schwachen Start in die Saison brauchten die Ostwestfalen etwas, um in Tritt zu kommen. Schon lange ist das Team aber aus dem Gröbsten raus – und damit jenseits von Gut und Böse.Ein Vorteil? Ein Nachteil? Keiner weiß es so genau. Paderborn kann befreit aufspielen, was es zu befürchten gilt. Vielleicht fehlt aber die letzte Intensität in entscheidenden Phasen – das hofft man bei den Wohnbau Baskets vielleicht insgeheim.

Darauf verlassen darf man sich nicht, das macht auch Krizanovic deutlich: „Bei uns ist nie ein Thema, was wir nicht beeinflussen können. Deswegen schauen wir nur auf uns.“

Für ihn ist es ein „Spiel zweier Philosophien“. Auch wenn das „immer so martialisch klingt“. Paderborn pflege ein sehr schnelles Spiel, suche das „eins-gegen-eins“’. „Wir wollen als Team dagegen halten und versuchen, dem Gegner ein ,fünf-gegen-fünf’ aufzuzwingen.“

Die Essener jedenfalls fahren mit Selbstvertrauen nach Ostwestfalen. „Wir wollen unseren Aufwärtstrend, der schon länger sichtbar ist, fortsetzen“, so Igor Krizanovic. Dabei kann er auf den kompletten Kader zurückgreifen, auch Steven Esterkamp, aufgrund einer Knieverletzung zu Beginn der Trainingswoche geschont, ist beschwerdefrei.

Esterkamp trifft mit Paderborn auf seinen Ex-Klub: Fünf Jahre war er an der Pader aktiv, war Leistungsträger und Publikumsliebling. 2006 stieg er mit Paderborn in die BBL auf, 2009 zog es ihn nach Bremerhaven.

Für ihn ist es das erste Aufeinandertreffen seit damals – anderthalb Jahre Verletzungsleidenszeit liegen hinter ihm. „In Paderborn hat sich einiges verändert, aber ich habe noch viele Freunde dort und freue mich auf das Wiedersehen“, so Esterkamp. Der natürlich keinen Zweifel daran lässt, dass schöne Erinnerungen für die entscheidenden 40 Minuten gelöscht werden. „Wir brauchen jeden Zähler im Abstiegskampf, auch die, die in Paderborn zu vergeben sind.“

Achim Faust

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