Jubel, Trubel - Oberliga!

SV Schonnebeck – Duisburg 1900 3:0 (0:0). Nun ist es endgültig geschafft: Die Spielvereinigung Schonnebeck hat sich mit dem 3:0 (0:0)-Heimerfolg gegen den Duisburger SV die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Oberliga gesichert. Und das sogar zwei Spieltage vor Saisonende.

In der ersten Hälfte lief es für die „Schwalbenträger“ vor gut 800 Zuschauern am Schetters Busch allerdings noch nicht ganz nach Maß. Zwar stand hinten die „Null“, vorne jedoch auch. Trainer Dirk Tönnies schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben: „Die Halbzeitansprache war kurz und knackig. Ich musste ein bisschen lauter werden, obwohl ich das gar nicht wollte. Die Jungs haben aber wohl unter ihren Nerven gelitten.“ Und die Ansprache zeigte Wirkung. Vor allem bei Emrah Cinar, der mit seinem Doppelpack (54./70.) die Gastgeber auf die Siegerstraße brachte. Der eingewechselte Volkan Yerek machte mit seinem Treffer alles klar (77.).

So konnten bereits vor dem Abpfiff schon mal Sekt und Meister-Shirts bereit gestellt werden. Als die Partie dann vorbei war, brachen laut Tönnies alle Dämme: „Es ist überwältigend. Dass wir so eine überragende Saison gespielt haben und sie dann vor so einer tollen Kulisse mit dem Aufstieg krönen, ist einfach geil.“ Dementsprechend feucht-fröhlich ging es im Anschluss zu. „Jetzt machen wir ein Riesenfass auf und das Vereinsheim wird aus allen Nähten platzen. Das wird wohl noch bis tief in die Nacht dauern“, sagt der Trainer. Der Zustand der Beteiligten stand nach Redaktionsschluss noch nicht fest, das sei an dieser Stelle geschrieben.

Für Tönnies persönlich bedeutet der Aufstieg natürlich viel: „Es war ein langer Anlauf. In sechs Jahren Landesliga sind wir auch oft gescheitert, deswegen ist das ganz ganz wichtig für uns.“ Mit dem Aufstieg in die Oberliga ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gelungen. Schon jetzt darf sich die Spielvereinigung Schonnebeck unter anderem auf zwei Derbys in der Oberliga gegen den ETB freuen, der sich nun den Klassenerhalt sichern konnte.

Tore SVS: Cinar (54./70), Yerek (77.).

VfB Speldorf – ESC Rellinghausen 3:0 (2:0). Der ESC Rellinghausen musste im Kampf um den zweiten Tabellenplatz - und damit auch um eine mögliche Aufstiegsrelegation - einen herben Dämpfer einstecken. Bei Oberliga-Absteiger VfB Speldorf unterlag das Team von Trainer Karl Weiß deutlich mit 0:3. „Wir haben in der ersten Halbzeit einfach nicht gut gespielt“, ärgerte sich Weiß. „Im zweiten Durchgang haben wir noch mal alles versucht, aber nach dem 0:3 durch einen Konter kurz vor Schluss war die Partie für uns gelaufen.“ Für die Rellinghauser ist Platz zwei erstmal futsch, dafür muss sich der ESC jetzt mit dem vierten Rang abfinden. Auch ein Grund, warum sich Karl Weiß nach der Partie genervt auf den Heimweg machte. „Die Niederlage war ärgerlich.“

Tore ESC: Fehlanzeige.

VfL Rhede – SV Burgaltendorf 2:0 (1:0). Der SV Burgaltendorf muss weiterhin um den Klassenerhalt zittern. Beim neuen Tabellendritten VfL Rhede unterlag der SV mit 0:2. „Wir konnten Rhede eigentlich nicht Paroli bieten“, sagte Burgaltendorfs Trainer Jörg Oswald. Für den SV bedeutet diese Niederlage momentan Platz elf, der erste Abstiegsplatz. Oswald: „Wir haben nächste Woche ein ganz wichtiges Spiel gegen den VfB Speldorf. So lange rechnerisch alles möglich ist, geben wir uns nicht auf.“

Tore SVA: Fehlanzeige.

Arminia Klosterhardt – Vogelheimer SV 7:2 (3:1). Bittere Klatsche für das Tabellenschlusslicht in Klosterhardt. Vogelheims Trainer Sascha Hense: „Noch zwei Spiele dann ist diese katastrophale Saison endlich vorbei.“

Tore Vogelheim: Hagdon (11.), Wirkus (84.).