JKG will Heimvorteil nutzen

Judoka-Talent Thilo Krause von der JKG.
Judoka-Talent Thilo Krause von der JKG.
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Was wir bereits wissen
Es ist gerade einmal drei Jahre her, dass die Judokampfgemeinschaft Essen (JKG) in der 2.Bundesliga auf die Matte ging. An diesem Samstag ist in Kupferdreh ab 16 Uhr aber „nur“ noch Verbandsliga angesagt. Die Gegner: PSV Duisburg, ein Aufstiegsaspirant, und JC Langenfeld, ein Konkurrent auf Augenhöhe.

Es ist gerade einmal drei Jahre her, dass die Judokampfgemeinschaft (JKG) in der 2.Bundesliga auf die Matte ging. An diesem Samstag ist in der Halle Kupferdreh ab 16 Uhr aber „nur“ noch Verbandsliga angesagt. Die Gegner: PSV Duisburg, ein Aufstiegsaspirant, und JC Langenfeld, ein Konkurrent auf Augenhöhe. „Wir wollen in dieser Saison einen guten Platz im Mittelfeld einnehmen“, sagt Ralf Drechsler, ehemals Trainer und heute der 1.Vorsitzende der JKG. Ein ehrgeiziges Ziel für den Aufsteiger, aber normalerweise machbar.

Für die Essener war die 2.Liga eine Nummer zu groß. Sie konnten nicht mehr mithalten, was vor allem auch finanzielle Gründe hatte. Die Konkurrenz bediente sich in aller Regel nach Belieben auf dem ausländischen Markt und verschaffte sich einen Vorteil.

Die JKG musste umdenken, zog die Reißleine und die Mannschaft aus der Regionalliga bis in die Landesliga zurück. Kämpfer aus der Fremde wurden komplett aus dem Kader gestrichen. Zu oft waren sie unzuverlässig und damit ihr Geld nicht wert. Die Essener setzten auf Vernunft und das eigene Potenzial. Die Nachbarvereine PSV, Eintracht Borbeck, JC Frintrop und der 1.Essener JC schicken zudem ihre besten Kräfte. Lediglich Thilo Krause kommt vom JSC Erkelenz. Er ist ein 17-jähriges Talent und kämpft nun schon das zweite Jahr in Essen.

Mit diesem Aufgebot meisterte die JKG die Landesliga, holte souverän den Meistertitel und möchte sich nun erst einmal in der Verbandsliga etablieren. Der erste von insgesamt vier Kampftagen in dieser Saison war ganz ordentlich. In Oberhausen-Holten besiegte der Aufsteiger den PSV Düsseldorf mit 5:2, ließ sich aber vom Gastgeber taktisch austricksen und verlor unglücklich mit 3:4. Die Oberhausener hatten ihre leichten Kämpfer in die hohen Gewichtsklasse gesetzt, die dort gegen die schweren Essener Jungs unerwartet punkteten.

JKG-Trainer Philipp Mering (früher Wiskamp) muss am Samstag auf die verletzten Dominik Teschner, Lars Schäfer (beide Knie) und Sebastian Drechsler (Schulter) verzichten. Doch das Potenzial sollte reichen für einen erfolgreichen Heimauftritt, schließlich stehen bundesliga-erfahrene Schwergewichte wie Helge Brock, Christian Ernst, Sascha Wasin oder Philipp Mering im Aufgebot. „Drei Punkte wären gut“, sagt Ralf Drechsler und hofft auf ein Untschieden gegen Duisburg. „Mit Langenfeld sind wir dann auf Augenhöhe. Vor eigenem Publikum sollte ein Sieg drin sein.“ Immerhin hat der Hausherr den Vorteil, dass er die Gegner zuvor studieren kann, denn die messen sich im ersten Kampf.