Jeden Tag ein bisschen besser

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Nach dem mühsam erkämpften Erfolg gegen Ehingen geht es für die ETB Wohnbau Baskets an diesem Samstag weiter im Programm: Der Basketball-Zweitligist (Pro A) hat mit dem Gastspiel bei den Chemnitz 99ers (19 Uhr) eine der schwersten Auswärtsaufgaben überhaupt vor der Brust. „Chemnitz ist zu Hause einfach brutal hart zu spielen. Mit dem Publikum im Rücken wird das ein extrem schweres Spiel.“

Sagt Marco Buljevic. Und er muss es wissen. Der Shooting Guard gehört praktisch zum Inventar und durfte die Reise nach Sachsen schon das eine oder andere Mal mit dem ETB unternehmen. In der vergangenen Saison gelang den Essenern der erste Auswärtserfolg überhaupt in Chemnitz. Dass man den Schwarz-Weißen erneut einen Erfolg zutrauen darf, ist natürlich dem gesamten Team zu verdanken – aber vor allem auch Marco Buljevic. Der 27-Jährige ist derzeit der drittbeste deutsche Schütze, trifft wichtige Drei-Punkte-Versuche – geht vorweg.

Auf Augenhöhe

Es laufe ganz gut, so Buljevic gewohnt bescheiden. Das Kompliment wird schnell auf mehrere Schultern verteilt: „Wir haben Jungs, die ein Spiel lesen können, die den freien Mann finden. Davon profitiere ich oft am Ende.“ Das stimmt. Gleichwohl darf festgehalten werden, dass der Shooting Guard Teil dieses Offensivspiels ist, sich die freien Würfe im Zusammenspiel oft selbst kreiert.

Aber es ist ohne Frage richtig, das schwarze-weiße Angriffsspiel insgesamt zu loben, dessen Entwicklung in eine Richtung geht, die Trainer Igor Krizanovic wohl schon seit längerem in Essen vorschwebt. Nun scheint er die richtigen Jungs gefunden zu haben. Die allerdings noch lernen müssen, bei allem offensiven Glanz und Eifer, nicht die Basis – die Verteidigung – zu vernachlässigen. „Das müssen wir hinbekommen“, sagt Marco Buljevic – diesmal klingt es außerordentlich kämpferisch. Der Weg in die Playoffs wird kein Selbstläufer, das hat zuletzt Ehingen gezeigt. Buljevic: „Wir trauen uns zu, allen Teams, vielleicht mit Ausnahme von Würzburg, auf Augenhöhe begegnen zu können. Dafür arbeiten wir hart.“ Chemnitz soll es an diesem Samstag zu spüren bekommen.