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Horster-Eck zieht zurück

31.05.2012 | 19:47 Uhr
Horster-Eck zieht zurück

Auf dem Höhepunkt des Erfolges ziehen die Billardfreunde Horster-Eck, der aktuelle Deutsche Meisters und Pokalsieger, ihre Mannschaft aus der Dreiband-Bundesliga zurück. „Solche Einschnitte tun weh. Doch vor Realitäten wegzulaufen, hilft nicht wirklich weiter“, sagt Manager Hans Ernst Bechert.

Auf dem Höhepunkt des Erfolges ziehen die Billardfreunde Horster-Eck, der aktuelle Deutsche Meisters und Pokalsieger, ihre Mannschaft aus der Dreiband-Bundesliga zurück. „Solche Einschnitte tun weh. Doch vor Realitäten wegzulaufen, hilft nicht wirklich weiter“, sagt Manager Hans Ernst Bechert.

Die Realitäten sehen wie folgt aus. In der abgelaufenen Saison waren die beiden Profis Torbjörn Blomdahl und Martin Horn noch „nebenbei“ bei einem niederländischen Ehrendivisionär unter Vertrag. Dessen Sponsor geriet mit dem Verband in Streitigkeiten, zog das Team zurück – erfüllte aber weiterhin seine finanziellen Verpflichtungen. So spielten Blomdahl und Horn für Horster-Eck, bezahlt wurden sie aber von den Holländern. Bis zum Ende dieser Saison. Nun hätte Horster-Eck seine Spitzenkräfte angemessen entlohnen müssen. 20 000 Euro sind für eine Bundesligasaison nötig. „Das können wir ganz einfach nicht“, sagt Hans Ernst Bechert. In Deutschland – so der Manager – dümpele der Karambolsport im Vergleich zu Nachbarländern wie Belgien oder besonders den Niederlanden vor sich hin. Für Bechert ist das auch ein hausgemachtes Problem. „Alle Versuche den Dachverband, die Deutsche Billard-Union (DBU) zu Strukturveränderungen zu drängen, sind bis heute gescheitert.“ Ein Konzept wie beim Fußball (DFL) sei an der Uneinigkeit, gepaart mit Interessenlosigkleit der Klubs, gescheitert. Die Landsverbände mit ihren Verbandspräsidenten kochten weiter ihr eigenes Süppchen. Dringend notwendige Werbe- und Vermarktungsstrategien – so Bechert – seinen so auf der Strecke geblieben. „Aus Mitgliedsbeiträgen allein kann Leistung nicht finanziert werden.“

„Dass wir uns so lange auf so hohem Niveau halten konnte, ist vor allen Dingen der Nibelungentreue von Martin Horn und seinen guten Kontakten zu internationalen Topspielern zu verdanken“, sagt Bechert. So sei auch seinerzeit der Kontakt zu dem schwedischen Ausnahmespieler Torbjörn Blomdahl zustande gekommnen

Das Bundesligateam der Horster verstreut sich nun in alle Winde. Blomdahl und Horn wechseln zum Bundesliga-Aufsteiger Bergisch-Gladbacher BC. Thorsten Frings wechselt zu seinem Stammverein BW Rot-Weiß Krefeld (Oberliga). Junioren-Weltmeister Kim Haeng Jik muss zurück nach Südkorea, um seinen Wehrdienst abzuleisten. Markus Dömer geht zum BCC Witten. Frank Eversmann will seine Laufbahn beenden. Nur Uwe van den Berg will zukünftig für das Horster Oberliga-Team spielen. „Wir fangen neu an“, so Hans Ernst Bechert.

Dietmar Mauer

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Kommentare
31.05.2012
21:28
Horster-Eck zieht zurück
von mirap | #1

spitzensport ausser fussball?

aber doch nicht in essen....

für den fussball sind millionen da aber wehe zb ein eishockey del ligist braucht mal eine finanzspritze...oder ein handball erstligist.....

geht nicht,kein geld da

so ist es hier seit jahrzehnten und genau das ist das problem....

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