Hornyak verlässt Tusem, Keller verlängert

Simon Keller bleibt ein weiteres Jahr beim Tusem.
Simon Keller bleibt ein weiteres Jahr beim Tusem.
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Was wir bereits wissen
Die Zweitliga-Handballer von Tusem Essen sind seit anderthalb Wochen im Urlaub. Bis zum 13.Juli ruht der Ball, dann wird der neue Cheftrainer Stephan Krebietke, der den Job von Mark Dragunski übernommen hat, die Mannschaft zur ersten Einheit bitten.

Die Zweitliga-Handballer von Tusem Essen sind seit anderthalb Wochen im Urlaub. Bis zum 13.Juli ruht der Ball, dann wird der neue Cheftrainer Stephan Krebietke, der den Job von Mark Dragunski übernommen hat, die Mannschaft zur ersten Einheit bitten. Zwar hat sich der bisherige Sportliche Leiter auch schon ein paar freie Tage gegönnt, doch noch wartet Arbeit auf ihn. Der Kader steht noch nicht komplett.

Auf Rechtsaußen hat sich unerwartet eine Baustelle ergeben. Peter Hornyak wird die Margarethenhöhe auf eigenen Wunsch hin verlassen und in seine Heimat nach Ungarn zurückkehren, wo der Nationalspieler beim Erstligisten Csurgo Handball Club anheuern wird. Da sein Vertrag noch bis 2016 läuft, wird aber immerhin eine Ablösesumme fällig.

„Wir hätten Peter gerne hier behalten und haben bis zuletzt viele Gespräche geführt. Doch er wollte gerne wieder in der Nähe seiner Familie und Freundin sein“, erklärt Krebietke, der einräumt, dass die „Motivation, Einstellung und Leistung“ des Spielers auch ein wenig unter dessen Unzufriedenheit gelitten habe.

Simon Keller wiederum hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Der Linkshänder ist ebenfalls als Rechtsaußen vorgesehen, hatte aber in der abgelaufenen Spielzeit wegen der großen Verletzungsprobleme häufiger auf der rechten Halbposition aushelfen müssen. Auch dort machte der gebürtige Essener seine Sache gut und gilt nach zwei Spielzeiten in der 2.Liga mittlerweile als zuverlässige Kraft.

„Wir sind froh über Simons Zusage, denn seine Leistungen haben auch die Aufmerksamkeit anderer Zweitligaclubs geweckt“, sagt Krebietke. Keller der bereits seit 2007 das Tusem-Trikot trägt, blickt optimistisch in die Zukunft. „Das Vertrauen und die Erfahrungen aus dem letzten Jahr nehme ich mit und die Situation auf der rechten Seite sehe ich für mich als Chance, einen weiteren Schritt machen zu können.“ Auch aus beruflicher Sicht passt es. Keller hat seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker inzwischen abgeschlossen und wird demnächst die Meisterschule besuchen.

Noch nicht in trockenen Tüchern ist die Verpflichtung eines zweiten Linkshänders für den Rückraum. Der Tusem ist sich mit einem Spieler aus Südosteuropa grundsätzlich einig, hat auch ein Angebot abgegeben. Darüber hinaus müssen auch noch einige bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt werden.

Wegen der langwierigen Knie-Verletzung von Dennis Szczesny, dessen Comeback nicht abzusehen ist, könnten die Essener eine weitere Alternative für den linken Rückraum gebrauchen. Die Verhandlungen mit Michael Hegemann sind dagegen so gut wie beendet. Wie es aussieht, wird der 38-jährige Routinier noch ein Jahr bleiben. Es wäre wichtig.