Holtwick/Semmler ziehen souverän in die K.o.-Runde ein

Das deutsche Team: Katrin Holtwick  und  Ilka Semmler
Das deutsche Team: Katrin Holtwick und Ilka Semmler
Foto: FIVB
Was wir bereits wissen
Kira Walkenhorst ebenfalls weiter. Alex Walkenhorst und Stefan Windscheif müssen zittern

Die erste Etappe haben Katrin Holtwick und Ilka Semmler (Seaside Beach Essen) bewältigt. Das Duo hat bei der Beachvolleyball-WM in den Niederlanden als Gruppensieger die K.o.-Runde (32 Teams) erreicht, die an diesem Mittwoch beginnt. Die Borbeckerin Kira Walkenhorst ist ebenfalls weiter. Sie belegte in ihrer Gruppe an der Seite von Laura Ludwig (Berlin) Rang zwei. Für den Essener Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif wird es eng. Ein Sieg muss her im letzten Gruppenspiel (nach Redaktionsschluss).

„Wir sind sehr glücklich, weil wir unser Minimalziel souverän erreicht haben”, sagte Ilka Semmler. Sie und ihre Partnerin durften mit dem Turnierverlauf zufrieden sein. In Rotterdam starten das Duo mit einem 2:0 (21:18, 21:17) gegen Fabiana Gomez/Maria Eugenia Nieto aus Uruguay. Ähnlich glatt lief es beim 2:0 (21:14, 21:15) gegen Norisbuto Agudo/Olaya Pazo (Venezuela). im Kampf um den Gruppensieg behaupteten sich Holtick/Semmler gegen die Tschechinnen Martina Bonnerova und Barbora Hermannova mit 21:12, 21:16. „Das war unsere bisher beste Leistung bei der WM”, freute sich Semmler.

Die Borbeckerin Kira Walkenhorst wurde mit ihrer Berliner Partnerin Laura Ludwig Gruppenzweiter. Sie verloren das entscheidende Match um Platz eins gegen die Slowaken Dubovcova/Nestarcova 1:2 (15:21; 21:13; 9:15). Zuvor gewannen Walkenhorst/Ludwig jeweils 2:0 gegen Cope/Alfaro (Costa Rica/ 21:9, 21:12) und Baran/Gruszczynska (Polen/ 21:13, 21:12).

Der Jubel beim Essener Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif (Iserlohn) fiel bescheiden aus, eher waren sie enttäuscht. Zwar hatte das Nationalteam mit 2:0 gegen Naceur/Belhaj (Tunesien) gewonnen, doch die Ergebnisse von 22:20 und 21:19 zeigen, wie viel Mühe die Deutschen mit dem Außenseiter hatten. Zögerlich und unsicher wirkten sie, was man so gar nicht gewohnt ist von ihnen. „Vom Naturell sind wir auch nicht so, vielleicht ist das aber auch die Erwartungshaltung, die wir ans uns selbst haben“, meinte Alex Walkenhorst.

Bereits beim Auftakt waren Walkenhorst/Windscheif überraschend gestolpert nach einem schwachen Auftritt. 0:2 hatten sie gegen die Mexikaner Virgen/Ontiveros verloren. „Wir haben jetzt zwei schlechte Spiele gemacht und müssen nun gewinnen, um überhaupt noch weiter zu kommen“, weiß Walkenhorst. Am Dienstagabend hießen die Gegner Evandro/Pedro, ein ganz starkes Duo aus Brasilien, das bei den vergangenen vier Turnier-Auftritten immer vorn mitmischte. Beim Grand Slam in Moskau waren sie Zweite, im Rahmen der World Tour siegten sie in Stavanger/Norwegen, belegten im kroatischen Porec Rang fünf. In St.Petersburg/Floruida waren sie Neunte - wie Walkenhorst/Windsscheif. Noch ist also alles möglich. „Mit der Leistung, die wir in den ersten beiden Spielen gezeigt haben, haben wir hier nichts zu suchen“, sagt Walkenhorst selbstkritisch. „So sollte man sich als Nationalteam auch nicht präsentieren.“