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Amateurfußball

Gute Gespräche und Traumtore auf der Großleinwand

30.09.2009 | 11:50 Uhr
Gute Gespräche und Traumtore auf der Großleinwand

Essen. Die neue Talkrunde „Auf Asche Live” feiert im Essener Kino Cinemaxx eine gelungene Premiere. Stargast Peter Neururer präsentiert sich den 300 Besuchern ebenso unterhaltsam wie offenherzig.

Die Premiere ist geglückt: „Auf Asche Live” heißt ein neues Talkshow-Format, das die Amateurfußball-Szene dieser Stadt ansprechen soll. Und die Erstauflage am Montagabend, die rund 300 Besucher in den Kinosaal 2 des Essener Cinemaxx lockte, machte Appetit auf mehr. Denn neben guten Gesprächen wartete auf die Gäste als besonderes Schmankerl ein Filmbericht zum Landesliga-Derby FC Kray gegen die Tgd. West. Und für etliche Spieler, die im Publikum saßen, war es ein besonderer Moment, sich selbst auf Großleinwand kicken zu sehen.

„Fürs erste Mal war's richtig gut. Die Stimmung im Saal war super. Und ich glaube, dass die Themen-Mischung stimmte”, sagte Kevin Mill direkt nach Abpfiff der Talkshow. Mill ist Herausgeber des Amateurfußball-Magazins „Auf Asche” und hat sich zum Ziel gesetzt, mit dieser viermal pro Saison geplanten Veranstaltung einen weiteren Treffpunkt für die große „Fußballer-Familie” zu installieren und etablieren.

Zufrieden mit der Premieren-Veranstaltung von "Auf Asche Live" war auch Kevin Mill, der Herausgeber des gleichnamigen Amateurfußball-Magazins. Foto: Oliver Müller

Als Austragungsort bietet der größte Kinosaal des Cinemaxx ein würdiges Ambiente. Theaterleiter Meinolf Thies fand sofort Gefallen an der Idee und versicherte nach der Premiere, dass er sehr zufrieden sei und „diese Koalition auf jeden Fall weitergeht”.

Gleich nach der Begrüßung durch die beiden Moderatoren (von Radio Essen waren dies Chefredakteur Christian Pflug und Sportreporter Uwe Loch) gab es die Ausschnitte des Landesliga-Kicks FC – Tgd. zu sehen, das am vergangenen Sonntag mit 1:1 endete. Und der professionell gemachte Bericht (mit taktischer Aufstellung beider Mannschaften im Vorfeld sowie Spieler-Interviews nach dem Ende) erntete viel Anerkennung.

Perfekte Steilvorlage

Er bot aber auch reichlich Gesprächsstoff – und diente als perfekte Steilvorlage für die erste Talkrunde. Die Trainer beider Klubs, Thomas Gleis (Tgd.) und Andreas Egler (FC), analysierten mit ihren Sportlichen Leitern Issam Said (Tgd.) und Hartmut Fahnenstich (FC) das Spiel – und blickten auf die Gesamtsituation ihrer Klubs. So versicherte Egler, dass trotz des Stolperstarts das Saisonziel „Aufstieg” noch nicht zu den Akten gelegt sei. Und Gleis erklärte, warum die Tgd. sich finanziell nicht mit den Top-Teams messen könne, aber dennoch Jahr für Jahr in der Spitze mitspiele.

Den Ausführungen lauschte auch der Stargast des Abends mit großem Interesse. Und Peter Neururer, dessen Trainerkarriere einst in Essen bei Rot-Weiß begann und die ihn nun zum Zweitligisten MSV Duisburg geführt hat, nahm so manchen Ball seiner Vorredner auf. Seinen Profispielern, die ihn zuletzt mit schwachen Leistungen zu einer Rücktrittsdrohung getrieben haben, würde er gern einmal den soeben gesehenen Film vorführen. „Manche scheinen vergessen zu haben, wo sie herkommen und welch privilegiertes Leben sie als Fußballprofi führen.” Donnernder Applaus.

Neururer streichelte noch mehrmals verbal des Hobbykickers Seele. Etwa, als er die neuen Anstoßzeiten der ersten und zweiten Liga kritisierte, die mit denen der Jugend- und unteren Senioren-Spielklassen kollidieren. „Wird da nichts geändert, ist das der Tod des Amateurfußballs”, redete Neururer Klartext. Offen gab er später zu, dass er seine Karriere nur einer großen Portion Glück zu verdanken habe. Und dass er die Farbkombination Schwarz-Gelb zwar aus politischer Sicht möge, nicht aber aus fußballerischer.

Diese heiter-aufgelockerte Stimmung wich einem konzentrierten Zuhören, als in der letzten Talkrunde des Abends über die zunehmende Gewalt auf Fußballplätzen gesprochen wurde – wie sich zeigte, ein schwieriges und aufwühlendes Thema. Patentrezepte, wie auf und abseits der Spielfelder ein friedliches Miteinander gewährleistet werden könnte, bot die Runde nicht. Doch sie schuf das Bewusstsein, wie wichtig es ist, dieses Thema auf die Agenda der Kommunalpolitik zu setzen.

Thomas Richter

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Kommentare
01.10.2009
21:27
Gute Gespräche und Traumtore auf der Großleinwand
von Das Zebra singt und lacht... | #4

Muhaha, wenn schon keiner bei euch vernünftig spielen kann...wenigstens könnt ihr euch noch drüber unterhalten...

30.09.2009
13:50
Gute Gespräche und Traumtore auf der Großleinwand
von Klaus Thaler | #3

Auf Asche Ole! Geiles Event war das.

30.09.2009
13:45
Gute Gespräche und Traumtore auf der Großleinwand
von hagenB | #2

fand den abend ganz gut. gott sei dank wird noch etwas FÜR den amateurfussball getan.

nur der FCkray!

30.09.2009
00:09
Gute Gespräche und Traumtore auf der Großleinwand
von Harry8888 | #1

Super Veranstaltung, hat uns wirklich Spaß gemacht! Sowas hat der Fußball in Essen mal gebraucht. Ich freue mich schon auf die nächste Talkrunde. Ist glaube ich Anfang Dezember.

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