Gegen Herford „alles klarmachen“

Verlangt volles Engagement auch gegen den Tabellenletzten: SGS-Trainer Markus Högner.
Verlangt volles Engagement auch gegen den Tabellenletzten: SGS-Trainer Markus Högner.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die SGS empfängt am Sonntag den Tabellenletzten vom Herforder SV. Mit einem Sieg kämen die Essenerinnen ihrem Saisonziel sehr nah.

Zwei Punkte aus zwei Spielen. Das ist die Bilanz der SGS Essen nach zwei Unentschieden zum Start in die Restrunde der Frauenfußball-Bundesliga. Nach dem 2:2 (1:2) gegen den SC Sand folgte am vergangenen Sonntag ein 1:1 (0:1) beim USV Jena. Ergebnisse, mit denen Markus Högner, der Trainer der Essenerinnen, gut leben kann: „Der SC Sand hat eine gute Mannschaft und ist ein unangenehmer Gegner. Mit der Partie in Jena bin ich zufrieden, weil wir gerade in der zweiten Halbzeit eine gute Einstellung hatten und viel Druck auf den Gegner machen konnten. So haben wir immerhin noch einen Punkt holen können.“ Zudem freute sich Högner auch über ein Debüt: Aus dem U17-Kader durfte die erst 16-jährige Jana Feldkamp erste Bundesligaluft schnuppern. „Das bestätigt mal wieder, dass wir mit unserer Jugendarbeit auf einem richtig guten Weg sind“, erklärt der Coach. Feldkamp hätte sogar fast den Siegtreffer für die SGS erzielen können, wenn ihr Schuss in der letzten Minute nicht knapp am Pfosten vorbei gegangen wäre.

Die zweite Halbzeit in Jena macht den Schönebeckerinnen Hoffnung für die kommenden Aufgaben. Am Sonntag empfängt die SGS den Tabellenletzten Herforder SV (14 Uhr, Hafenstraße). „Wir wollen eine gute Leistung zeigen und unseren Zuschauern etwas bieten. Wir wollen unbedingt gewinnen und damit alles klarmachen“, gibt Trainer Högner die Marschroute für seine Spielerinnen vor. Sollte dies gelingen, würde die SGS nämlich die 20-Punkte-Marke durchbrechen und somit aller Voraussicht nach den Klassenerhalt sicher haben. In den dann verbleibenden sechs Partien dürfte nichts mehr anbrennen, auch wenn es noch gegen drei der vier Spitzenteams geht. Für Markus Högner sind die Ziele für die letzten Saisonspiele aber eindeutig: „Wir wollen unsere guten Leistungen bestätigen und vor allem unsere ‘Küken’ in die Mannschaft integrieren.“ Zunächst muss jedoch die vermeintliche „Pflichtaufgabe“ gegen das Schlusslicht gelöst werden. Der Herforder SV hat bislang zwar nur zwei Punkte sammeln können, ernst nehmen müsse man ihn dennoch. „Herford erhofft sich die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Dazu haben sie mit Jessica McDonald eine gute Stürmerin, weshalb wir auf Konter aufpassen müssen“, warnt Högner. Die SGS kann aber, im Gegensatz zum Jenaspiel, auf einen vergrößerten Kader zurückgreifen. Lediglich Sara Doorsoun, Sarah Freutel (Grippe) und Ina Lehmann (Knieprobleme) werden neben den Langzeitverletzten wohl nicht zur Verfügung stehen. Dafür kann Linda Dallmann wieder auf einen Einsatz hoffen, nachdem sie zuletzt ebenfalls wegen einer Grippe ausgefallen war.

In Schönebeck verspürt man keinen allzu großen Druck. Der Klassenerhalt ist nah und die SGS kann „befreit aufspielen“, so wie es sich Markus Högner wünscht.