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Fußball: Liga-Reform

Fußball-Relegation: Wer spielt wo?

22.05.2012 | 19:42 Uhr
Fußball-Relegation: Wer spielt wo?
Der FC Kray – von links Ioannis Ketsatis, Philipp Schmidt und Kevin Barra – können sich am Ende vielleicht auch über einen Relegationsplatz freuen. Foto: Michael Gohl / WAZ FotoPool

Die Fußball-Saison ist auch im Amateur-Bereich auf der Zielgeraden – danach wird kaum etwas so sein, wie es einmal war. Es greift eine neue Liga-Struktur: Ab der Spielzeit 2012/13 werden als Unterbau zur Dritten Liga die bisher drei Regionalligen durch fünf vierthöchste Spielklassen ersetzt. Viele Plätze sind in der Regionalliga West noch nicht vergeben, sicher dabei ist aber zum Beispiel Rot-Weiss Essen. Die Regionalliga West tritt an die Stelle der NRW-Liga, die den Spielbetrieb einstellt. Neue Fünfte Liga ist – im Gebiet des Fußballverbands Niederrhein – die Oberliga Niederrhein. Nur wer spielt wo? Und wie kann man sich für höhere Weihen empfehlen?

Die Fußball-Saison ist auch im Amateur-Bereich auf der Zielgeraden – danach wird kaum etwas so sein, wie es einmal war. Es greift eine neue Liga-Struktur: Ab der Spielzeit 2012/13 werden als Unterbau zur Dritten Liga die bisher drei Regionalligen durch fünf vierthöchste Spielklassen ersetzt. Viele Plätze sind in der Regionalliga West noch nicht vergeben, sicher dabei ist aber zum Beispiel Rot-Weiss Essen. Die Regionalliga West tritt an die Stelle der NRW-Liga, die den Spielbetrieb einstellt. Neue Fünfte Liga ist – im Gebiet des Fußballverbands Niederrhein – die Oberliga Niederrhein. Nur wer spielt wo? Und wie kann man sich für höhere Weihen empfehlen?

Aufgestockt wird die künftige Regionalliga West auf bis zu 22 Vertreter – unter der Federführung des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) durch sieben klassentiefere Vertreter. Die besten drei Mannschaften der NRW-Liga qualifizieren sich direkt. Vier weitere Aufsteiger werden in einer Relegation ermittelt: Teilnahmeberechtigt sind die NRW-Liga-Teams auf den Plätzen vier bis sieben und die vier Meister der Sechsten Liga, also der höchsten Liga der Landesverbände: der beiden Westfalenligen, der Mittelrheinliga und der Niederrheinliga.

Soweit die Theorie, nun die Praxis: Da mit Alemannia Aachen II und Arminia Bielefeld II zwei der in den „Top 7“ der NRW-Liga platzierten Teams aufgrund der Drittliga-Zugehörigkeit ihrer ersten Mannschaften nicht in die Regionalliga West aufsteigen können, dürfen – Stand heute – auch der Achte und Neunte die Relegation spielen. Spannend ist dies für den ETB, die Essener haben als Zehnter derzeit nur einen Punkt Rückstand auf den KFC Uerdingen auf Rang neun.

Dem Niederrheinligisten FC Kray könnte sogar ein Durchmarsch der ganz besonderen Art gelingen: In der vergangenen Saison noch Landesligist, liegt der Aufsteiger derzeit auf Rang eins der Niederrheinliga und damit ebenfalls auf Relegationskurs. Wer in diesem Ausscheidungsverfahren gegeneinander antreten muss, soll das Schicksal entscheiden – gelost wird am 4. Juni, einen Tag nach dem letzten Spieltag der NRW-Liga.

Da allerdings kein einziger Verein aus der Mittelrheinliga die Lizenz für die Regionalliga West beantragt hat (Hennef hat den Antrag zurückgezogen, das Stadion genügte nicht den Anforderungen), kann auch kein Team dieser Staffel aufsteigen. Das Teilnehmerfeld für die Relegation ist damit nicht komplett. Der Plan des WFLV: Die vier Teams der NRW-Liga spielen in einem Hin- und Rückspiel gegen die Sechsligisten um den Aufstieg in die Regionalliga West (entsprechend der Regelungen der UEFA-Klubwettbewerbe). Da nur drei Vereine in Topf zwei sind, darf sich ein NRW-Ligist über ein Freilos und den direkten Aufstieg freuen.

Damit hat sich der Verband gegen die Möglichkeit entschieden, zusätzlich den Vierten der NRW-Liga ohne Relegation für die Regionalliga West zuzulassen und die Ausscheidungsrunde auf sechs Teams (drei Paarungen) zu beschränken. Für viele, vor allem für die NRW-Liga-Teams, ist dies nicht nachzuvollziehen. Denn so könnte sich eben nicht unbedingt der NRW-Liga-Vierte, dem es nach der „viertbesten“ Leistung durchaus zustehen würde, sondern vielleicht der Sechst- oder Neuntplatzierte über den direkten Aufstieg freuen.

Achim Faust



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