Für Fabienne wird es schwer, aufs WM-Podest zu kommen
19.02.2009 | 20:09 Uhr 2009-02-19T20:09:36+0100INDOOR-RUDERN. Essener Siegerin vom Kettwiger Indoor-Cup will es auch in Boston wissen. Boris Orlowski ist der deutsche Teamchef. Werbung machen für Veranstaltung im kommenden Jahr.
"Der Kettwiger Indoor-Cup ist die Keimzelle des Ergometerruderns in Deutschland", mit diesen Worten eröffnete das Vorstandsmitglied des Deutschen Ruderverbandes, Dag Danzglock, vor gut zwei Wochen das Finale der "Deutschen Indoor-Rowing Serie" in der Sporthalle des Theodor-Heuss Gymnasiums in Kettwig. Mehr als 800 Ruderinnen und Ruderer aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an diesem Finale der sechs bedeutendsten Ergo-Veranstaltungen teil. In den letzten elf Jahren hat sich Kettwig zu "Deutschlands Ergo-Event Nr.1" entwickelt. Diese neue Sportart hilft den Wassersportlern über die kalte und dunkle Jahreszeit.
Wie so vieles andere auch, hat das Ergometer-Rudern seine Geburtsstunde in den USA. Bereits 1982 fanden in Boston in der Harvard-University die ersten Weltmeisterschaften in dieser Sportart statt. In den Folgejahren nahmen diese globalen Meisterschaften eine rasante Entwicklung, die es erforderlich machten, die Lokation mehrmals auf Grund von Platzproblemen zu wechseln. Die WM verließ aber die Stadt Boston nie und findet mittlerweile in einem großen Eishockey-Stadion, der "Agganis Arena", statt.
Am Sonntag werden zu den 28. Titelkämpfen mehr als 2000 Ruderinnen und Ruderer aus 30 Nationen erwartet. Es versteht sich von selbst, dass auch Deutschland ein schlagkräftiges Team entsendet.
30-köpfiges Team
Bereits zum elften Mal in Folge wurde der Koordinator für den Leistungssport des Essener Ruder-Regattavereins und Organisator des "Kettwiger Indoor-Cups", Boris Orlowski, zum Mannschaftsleiter und Cheftrainer berufen. Das 30-köpfige Team wird einmal mehr vom 39-jährigen Essener geleitet.
Er bringt eine langjährige Erfahrung bei der Organisation vor Ort und der Betreuung der Ruderinnen und Ruderer auf dem Ergometer mit. Zugleich ist er aber auch als Botschafter für die Europameisterschaften im Ergometerrudern unterwegs, denn im kommenden Jahr wird die Sporthalle des Theodor-Heuss Gymnasiums in Essen-Kettwig am 30./31 Januar Austragungsort dieser Titelkämpfe sein, und bei der WM möchte der Kettwiger Orga-Chef schon jetzt zahlreiche Nationen zur Teilnahme animieren und Werbung machen.
Unter den deutschen Athleten befindet sich auch eine Essenerin, die zweifache Kettwiger "Indoor-Cup Siegerin", Fabienne Knoke, die in der Leichtgewichtsklasse der unter 18-jährigen Ruderinnen an den Start gehen wird.
Die 17-jährige Ruderin der Kettwiger RG gehört zu den Medaillenhoffnungen im deutschen Team. Mit ihrer Siegerzeit vom Finale bei Indoor-Cup in der THG-Halle vor gut zwei Wochen, wäre sie im letzten Jahr bei der WM auf dem Podest gelandet. Aber die Konkurrenz ist hart, besonders durch die Gewichtsbeschränkung von maximal 60 Kilogramm ist eine hohe Leistungsdichte garantiert, und es wird auf die Tagesform ankommen.
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