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Für ETB wird Heimspiel gegen Paderborn zur Kopfsache

26.10.2012 | 21:12 Uhr
Für ETB wird Heimspiel gegen Paderborn zur Kopfsache
Fabian Franke (ETB) in der Defensive.Foto: Michael Gohl

Der Saisonstart darf schon jetzt, trotz des erfolgreichen Starts in Heidelberg, als einigermaßen in den Sand gesetzt betrachtet werden. Das schöne am Sport ist jedoch: Mit nur einem Spiel kann ein Gesamtkontext deutlich anders gesehen und interpretiert werden, erscheint der Alltag gleich wesentlich freundlicher. Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB bekommt nach vier Niederlagen in Folge nun mit dem Heimspiel gegen Paderborn eine neue Chance (19.30 Uhr, Sporthalle am Hallo). Eine Partie, die auch im Kopf entschieden wird und da prallen zwei Welten aufeinander.

Zum einen ist da eben die Pleitenserie, die teils schwachen Auftritte mit noch schwächeren Statistiken. Das belastet. Aber da ist immerhin auch ein sehr verweistes Lazarett, infolge dessen die Mannschaft eine Trainingswoche hinter sich hat, „wie man sich das so vorstellt und wünscht“, freut sich auch Trainer Igor Krizanovic. Verbunden damit ist die Hoffnung, ja der Glaube, Fortschritte gemacht zu haben. „Wir werden sehen, ich wünsche mir für den Moment einfach, dass man uns ansieht, dass wir ein Heimspiel austragen dürfen. Schaffen wir das, ist schon viel gewonnen“, findet der Kroate.

Lukas Klöß fehlt weiter verletzt

Aber da auch Punkte willkommen sind, haben er und sein Trainergespann das Team – auch Marco Buljevic ist seit Donnerstag wieder im Training, einzig Lukas Klöß fehlt noch aufgrund einer Leistenzerrung – auf Paderborn eingestellt. Eine besondere und umfangreiche Aufgabe, spielen doch die Ostwestfalen schon fast traditionell anders als die meisten anderen.

„Unorthodox“, nennt Krizanovic das. Vor allem in der Offensive. Nicht selten bietet Paderborn nur „kleine“ Spieler auf, ohne den klassischen Center. Wettgemacht wird dies mit Beweglichkeit und einem starken Passspiel. Das Ziel: Der Ball und sein Empfänger treffen sich erst unter dem Korb. Schnelligkeit gepaart mit Passsicherheit – das könnte Lücken reißen im schwarz-weißen Abwehrverbund, „genau darauf haben wir uns vorbereitet“, berichtet der ETB-Coach. Die Essener wollen – müssen – mit Beweglichkeit und Disziplin dagegenhalten und offensiv den eigenen Stil durchdrücken. „Wir müssen uns gegenseitig helfen“, fordert Krizanovic.

Helfen gegen einen schwierigen Gegner in einer noch schwierigeren Zeit. Paderborn ist eben auch Kopfsache. „Wir wissen um die Situation, die wir auch im Trainerstab diskutieren“, gibt Igor Krizanovic Einblicke in die ETB-Kommunikation, die sich im Verhältnis zur Mannschaft anders darstelle. „Da denken wir noch nicht einmal nur von Spiel zu Spiel, sondern nur von Training zu Training.“ Und da gebe die gerade abgelaufene Woche Anlass zu Optimismus. „Die Vergangenheit hat immer gezeigt, dass man für harte Arbeit belohnt wird. Den Lohn werden wir auch in dieser Saison einfahren.“

Kapitän Marco Buljevic ist vom Potenzial des Teams überzeugt, fordert, gegen Paderborn den Schalter umzulegen. Gelingt dies, erscheint der jetzt noch triste Alltag gleich viel freundlicher. Im Sport kann so etwas ganz schnell gehen.

Achim Faust


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