Frida-Levy-Gesamtschule ist nun Partnerschule des Sports

Frida-Levy-Schulleiter Berthold Kuhl, Sportinternatsleiter Horst Melzer, Schwimmerin und Mitglied der Nationalmannschaft Kathrin Demler sowie Robert Berger, Referent für Schulsport.
Frida-Levy-Schulleiter Berthold Kuhl, Sportinternatsleiter Horst Melzer, Schwimmerin und Mitglied der Nationalmannschaft Kathrin Demler sowie Robert Berger, Referent für Schulsport.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Essener Sportförderverbund ein ein neues Mitglied. Die Frida-Levy-Gesamtschule, von Haus aus künstlerisch-musisch ausgerichtet, ist nun auch Partnerschule des Sports.

Die Talentförderung der Stadt Essen hat seit jeher ihre eigene Philosophie, die einen unumstößlichen Grundsatz besitzt: Leistungssport ja, aber ohne Bildung geht gar nichts. Getreu dem Motto: „Unsere Leistungssportler sollen nach der sportlichen Laufbahn nicht als Sozialfall enden.“

Zum Essener Förderverbund gehören deshalb nicht nur der Olympiastützpunkt, die Bundesstützpunkte in Rüttenscheid (Schwimmen) oder am Baldeneysee (Kanu, Rudern), sondern auch das Helmholtz-Gymnasium als „Eliteschule“ des Sports sowie das benachbarte Sport und Tanzinternat sowie die Elsa-Brändström Realschule als Partnerschule des Sports. Die Frida-Levy-Gesamtschule, von Haus aus künstlerisch-musisch ausgerichtet, hat sich diesem sportlichen Fördersystem angeschlossen und ist nun ebenfalls offizieller Kooperationspartner. „Damit haben wir das Bildungsangebot um eine weitere Schulform ergänzt“, sagt Internat-Geschäftsführer Horst Melzer. Gymnasium, Realschule, Gesamtschule - dem talentierten Nachwuchs bieten sich fortan weitere Alternativen auf dem Weg zum qualifizierten Schulabschluss.

Zusätzliche Kosten entstehen nicht. Die Schule, sprich das Kollegium hat sich klar für ein solches Engagement ausgesprochen. Ohne diese freiwillige Bereitschaft zur Zusammenarbeit würde es nicht funktionieren. Natürlich wurde der Weg auch von Schulleiter Berthold Kuhl bereitet. Er kennt den Leistungssport mit allen seinen Reizen und Belastungen. Früher spielte Kuhl beim Volleyball-Zweitligisten VV Humann und trainierte beim VC Borbeck. Schon in der Aufbauphase des Internats an der Rosastraße hat er tatkräftig mitgearbeitet. „Ich habe ja früher selbst erlebt, was Leistungssport heißt und was er einem abverlangt, aber auch geben kann“, sagt Kuhl. „Davon kann man später auch im Beruf sicherlich profitieren.“

Die Frida-Levy-Gesamtschule, mit dem pädagogischen Zertifikat für individuelle Förderung versehen, beginnt nicht bei Null. Die Schwimmerin Kathrin Demler von der SGE und Kanu-Talent Nico Pickert (KGE), beide auch im Internat zu Hause, werden demnächst an der Gesamtschule ihr Abitur machen. Natürlich gibt es dort keine reine Sportklassen wie auf dem Helmholtz. „Erst wenn noch mehr Sportler zu uns kämen, müssten wir eventuell etwas ändern“, sagt Kuhl.

Die beiden Talente profitieren schon jetzt vom Verständnis ihrer Lehrern, die bereit sind, zum Beispiel Trainingslager und Klausur-Termine miteinander abzustimmen. Bei einem enormen zeitlichen Aufwand von bis zu 60 Stunden Schule und Training in der Woche ist das für die Talente inzwischen unabdingbar.