FC Kray ließ es am Ende noch einmal krachen

Wieder in Kray am Ball;  Dominik Immanuel
Wieder in Kray am Ball; Dominik Immanuel
Foto: wolfgang heß
Was wir bereits wissen
Immanuels Comeback beim 4:5 in Köln. Philipp Göddes Wechsel zu Alemannia Aachen nun perfekt.

Viktoria Köln -
FC Kray 5:4 (2:3)

FC Kray: Henkel. Aubameyang, Alic, Wingerter, Wagner, Grumann, Akman (88. Immanuel), Waldoch, Limbasan (79. Ketsatis), Elouriachi, Yahkem (84. Sokhan-Sanj).
Tore: 1:0 Steegmann (2.), 2:0 Löhden (21.), 2:1 Limbasan (23.), 2:2 Aubameyang (42.), 2:3 Grumann (45.), 3:3 Schwadorf (50.), 4:3 Steegmann (57.), 4:4 Grumann (82.), 5:4 Koronkiewicz (84.).
Zuschauer: 603.

Zum Abschluss der Saison ließ es Regionalliga-Aufsteiger FC Kray noch einmal krachen. Frei jeglicher Zwänge des vorausgegangenen Abstiegskampfs lieferte das Team vom scheidenden Trainer Michael Lorenz noch einmal eine Partie mit offenem Visier: 4:5 hieß es am Ende bei Viktoria Köln, höchsten Unterhaltungswert für die mitgereisten Fans am Kölner Höhenberg.

Die Partie verlief in äußerst harmonischem Rahmen: Bei der obligatorischen Verabschiedung seitens der Gastgeber erhielten auch noch zwei Gäste eine besondere Auszeichnung: Trainer Michael Lorenz für seine geleistete Arbeit und Dominik Immanuel für seine Rückkehr auf den Rasen nach langer schwerer Krankheit: „Das war sehr rührend, das haben die Kölner wirklich mit Bravour gemacht“, staunte Krays Präsident Günther Oberholz über so viel Gastfreundschaft.

Auch als Immanuel nach 88 Minuten zu seinem beachtenswerten Comeback kam, gab es viel Applaus von den Kölner Anhängern. Dazwischen zeigten die Krayer wieder große Moral, ließen sich auch nach frühem 0:2-Rückstand nicht hängen, sondern drehten die Partie noch bis zur Pause. Willy Aubameyang verabschiedete sich dabei wohl mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 von seinen Fans, ihn zieht es, so hört man, weiter nach Frankreich.

„Eigentlich hatten wir sogar ein Unentschieden verdient, wenn uns kurz vor Schluss nicht noch ein individueller Fehler unterlaufen wäre“, musste sich Oberholz nur kurz ärgern.

So beendeten die Krayer die Saison auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, was der Freude bei der anschließenden Saisonabschlussfete in der Krayer Hütte aber keinen Abbruch tat. Besonders Michael Lorenz wurde immer wieder in Sprechchören gefeiert, dass auch dem sonst so coolen Trainer am Ende in seiner Dankesrede die Stimme stockte.

Verabschiedet von den alten Kameraden hat sich auch Philipp Gödde, dessen Wechsel zu Alemannia Aachen nun auch in trockenen Tüchern ist. Der 20-jährige, in der Vorsaison vom ETB gekommen, unterschrieb bei den Kaiserstädtern einen Vertrag bis 2017. „Philipp hat sich das richtig verdient, er hat immer eine absolute Topleistung gezeigt“, gab ihm Manager Fabian Decker noch lobende Worte mit auf den Weg.