FC Kray: Da ist sofort Feuer drin

Nein, es bleibt eigentlich keine Zeit, sich reinzufinden. Langsam reinzukommen in diese Restrunde in der Fußball-Regionalliga. Für Aufsteiger FC Kray kommt es direkt knüppeldick, die Partie an diesem Samstag gegen die Sportfreunde Siegen (14 Uhr, Uhlenkrug) ist gleich ein erstes „Endspiel“ im Kampf um den Klassenerhalt gegen einen direkten Mitkonkurrenten. Es folgen weitere Keller-Kracher gegen Wattenscheid und Hennef. Da ist sofort Feuer drin!

„Froh und glücklich“

So weit will Michael Lorenz gar nicht in die Zukunft blicken. Der Coach wirkt gelöst, fast locker, wenn er vor dem Auftakt eine kleine „Winterbilanz“ zieht. „Ich bin froh und glücklich, dass wir unseren Kader so beisammen haben und das fast alle gesund und fit sind. Jetzt kann es los gehen und wir haben Bock. Wir wollen gegen Siegen einen guten Start hinlegen und damit eine gute Basis für die Rückrunde legen.“ Das klingt wenig nach Finalcharakter – und natürlich hat er auch recht damit. „Jedes Spiel ist wichtig für uns“, hatte Lorenz zuletzt betont, und damit auch ein bisschen Druck rausgenommen aus diesen ersten drei Spieltagen. Denn mag das Spiel gegen die Sportfreunde auch richtungweisend sein, so geht es denoch auch darum, sich Gewissheit zu verschaffen über Form und Leistungsvermögen des eigenen Teams. Die Vorbereitung ist das eine, ein klares Bild verschaffen allein die Pflichtspiele. „Wir sind insgesamt variabler geworden“, so Michael Lorenz. Hinsichtlich taktischer Gesichtspunkte, aber allein auch bedingt durch das (neue) Personal. Weil auch Eric Yahkem, der 2014 immer wieder mit Wehwehchen zu kämpfen hatte, beschwerefrei ist und Kevin Kehrmann nach seiner Knie-OP wieder voll belastbar und angriffslustig ist, darf sich der Kray-Trainer über eine selten da gewesene Konkurrenzsituation freuen. „Das merkt man im Training und bringt uns sicher weiter nach vorne.“

Die „Neuen“ Ersan Kusakci und Benjamin Wingerter hatten Zeit, sich an die Abläufe an der Buderusstraße zu gewöhnen. Auf den letzten Drücker konnte mit Samuel-Marian Limbasan auch die so ersehnte Alternative im Sturm verpflichtet werden. Ob der 20-Jährige schon gegen Siegen ran darf, ließ Michael Lorenz allerdings offen. Möglich, denn: Philipp Gödde muss wegen seiner fünften Gelben Karte ein Spiel Sperre absitzen. Aber: „Es ist natürlich immer besser, wenn man mehr Zeit hat, zusammen zu trainieren. Wir haben mit Xhino Kadiu eine weitere Option, und Samuel war auch lange verletzt.“

Starke Alternative von der Bank

Lorenz dürfte sich einfach freuen, eine starke Alternative noch von der Bank bringen zu können – wie auch immer diese Alternative heißen mag. Am Freitagabend wurde noch trainiert, diese letzten Eindrücke wolle er noch berücksichtigen, so Michael Lorenz.