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Fabienne Knoke düpiert die Weltspitze

25.02.2009 | 17:51 Uhr

Mehr geht nicht. Weltmeister-Titel auf dem Ruderergometer, persönliche Bestzeit. Für Fabienne Knoke, Juniorin der Kettwiger RG, war die Reise über den Teich ins amerikanische Boston nun wahrlich alles andere als ein Reinfall.

Nach der Rückkehr strahlten sowohl die 16-Jährige als auch ihr Trainer Boris Orlowski um die Wette. „Die Leistung von Fabienne ist gar nicht hoch genug zu bewerten, wenn man bedenkt, dass sie zu den Jüngsten gehörte und im kommenden Jahr noch einmal in der Juniorenklasse starten darf”, freute sich Boris Orlowski über den überraschenden Triumph seines in Velbert wohnenden Schützlings. Insgeheim hatte er mit einer Medaille gerechnet. Aber gleich Gold?

Dazu musste Fabienne Knoke, die auf dem Freiwasser mit Jaqueline Kozwiak im Leichtgewichts-Zweier sitzt, schon über ihre Grenzen gehen. 7:21,6 Minuten standen nach den auf dem Ergometer simulierten 2000 Meter auf der Uhr. Gut fünf Sekunden weniger als bei ihrem Sieg im Indoor-Cup am 1. Februar im Essener Theodor-Heuss-Gymnasium. Und 2,6 Sekunden weniger als die Zweitplatzierte. Damit hatte Fabienne Knoke, die seit zwei Jahren für die Kettwiger Renngemeinschaft ins Boot steigt, die gesamte Weltspitze in ihrer Altersklasse düpiert. Insgesamt hatten 99 Ruderinnen bei den Leichtgewichts-Rudererinnen den Kampf um die Medaillen aufgenommen.

„Es war eine taktische Meisterleistung”, lobte Orlowski das KTG-Talent. Nach der Hälfte der Strecke lag die Gymnasiastin noch auf Rang vier, hatte aber stets Tuchfühlung zum Spitzentrio. Auf der zweiten Hälfte der Renndistanz kam Knoke näher heran, so dass sich auf den letzten 250 Metern ein packender Vierkampf entwickelte. „Fabienne hat sich hier wohl die Kräfte am besten eingeteilt”, beschrieb Boris Orlowski den Rennverlauf. So war sie in der Lage, dass Tempo noch einmal anzuziehen, während ihre Konkurrentinnen die entscheidenden Sekunden einbüßten.

„Zeit zum Durchschnaufen bleibt keine, denn schon in wenigen Wochen beginnt die Freiluftsaison”, blickte der Trainer schon kurz nach der Ankunft in Deutschland in die Zukunft. Und hat die 16-jährige Fabienne Knoke dann die Gelegenheit, die eine oder andere Medaille noch oben draufzupacken.

Rupert Joemann

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