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Etuf verspielt leichtfertig den Aufstiegstrumpf

17.06.2012 | 19:26 Uhr
Etuf verspielt leichtfertig den Aufstiegstrumpf
Hockey-Regionalliga, Club Raffelberg (Grün) gegen ETuF Essen. Kalkweg Duisburg-Wedau, 17.06.2012 Foto: Hayrettin ÖZCAN / WAZ FotoPool

Club Raffelberg – Etuf 4:3 (3:0). Hockey-Regionalligist Etuf unterlag beim Gastspiel in Raffelberg dem Club mit 3:4. Durch den 2:1-Sieg des OTHC Oberhausen fielen die Essener damit wieder auf den zweiten Tabellenplatz zurück – ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf: Der große Vorteil, den sich das Team erarbeitet hatte, ist futsch.

Die Ermahnungen von Trainer Thorben Wegener vor dem Anpfiff fielen offensichtlich auf keinen fruchtbaren Boden. Sein Team verschlief den Auftakt völlig und lag nach vier Minuten bereits mit 0:2 hinten. Mannschaftsbetreuer Joachim Reinhardt haderte entsprechend: „Die Mannschaft hat Raffelberg offensichtlich unterschätzt.“ Tatsächlich: Die Duisburger konnten zweimal ziemlich ungehindert durch den Kreis kombinieren und zum Erfolg kommen.

Der Etuf erholte sich jedoch schnell von dem Schock und wurde drückend überlegen. Die Gäste bauten ihr Angriffsspiel jedoch zu kompliziert auf, verzettelten sich immer wieder in Einzelaktionen und erarbeiteten sich kaum zwingende Torchancen. Raffelberg bewies deutlich mehr Cleverness im Abschluss und erhöhte in der 25. Minute auf 3:0 – dem Pausenstand.

Zwei Minuten nach dem Wiederbeginn verwandelte der Gastgeber dann auch noch einen Siebenmeter zum 4:0. Die Aufholjagd begann eine Minute später: Nachdem Jonathan Ehling sich als sicherer Siebenmeterschütze auszeichnete, erzielte er mit der ersten Strafecke für den Etuf in der 42. Minute das 4:2. Zwei weitere kurze Ecken (51/52.) blieben allerdings erfolglos, der Anschlusstreffer kurz vor dem Schluss durch Matthias Hinsken kam dann zu spät. „Schade, wir haben ein sehr wichtiges Spiel im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg durch die fehlende Einstellung in der ersten Viertelstunde aus der Hand gegeben“, so ein enttäuschter Joachim Reinhardt.

Dieter Meier


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Gut so, dann kann ich erst RWE-MSV, später Champions League gucken.
17%
Mir egal. Hauptsache, ich kann das Spiel live im Fernsehen sehen.
8%
Ich habe Verständnis dafür, dass die Klubs dem Sender und der Polizei entgegen kommen.
40%
Das ist rücksichtslos gegenüber den Stadion-Besuchern, die an dem Tag arbeiten müssen.
34%
686 abgegebene Stimmen
 
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