Etuf-Damen starten furios mit zwei Auswärtssiegen

Etuf-Neuzugang Richel Hogenkamp
Etuf-Neuzugang Richel Hogenkamp
Foto: Dieter Meier
Was wir bereits wissen
Zweiter Spieltag in der Tennis-Bundesliga, zweiter Sieg, die Spielerinnen von Etuf Essen sind optimal in die Saison gestartet. „Ich muss mich immer noch kneifen“, sagte Sabine Schmitz. „Ich war davon ausgegangen, dass es ein enges Ding wird. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet.“

Die Sonne strahlte über der Tennis-Anlage am Luxemburger Ring in Aachen und war Sinnbild für die Essener Stimmung. Gut gelaunt und tiefenentspannt saß Etuf-Teammanagerin Sabine Schmitz auf der Terrasse des Clubheims und gönnte sich einen kühlen Prosecco. Das konnte sie sich durchaus leisten, denn sportlich war dieser zweite Bundesliga-Spieltag aus Essener Sicht bereits gelaufen. Und wie! Nach den Einzeln führte der Aufsteiger bei Blau-Weiß Aachen mit 5:1 und hatte damit den Gesamtsieg eingefahren, der am Ende mit 7:2 wiederum deutlich ausfiel.

Zweiter Spieltag, zweiter Sieg, die Spielerinnen vom Baldeneysee sind optimal in die Saison gestartet. Das war so nicht zu erwarten. „Ich muss mich immer noch kneifen“, sagte Sabine Schmitz. „Ich war davon ausgegangen, dass es ein enges Ding wird. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet.“ Auch nicht nach dem ebenso souveränen wie überraschenden 8:1-Erfolg am Freitag beim TC Moers.

Neuzugänge schlagen ein

Der Aufsteiger hatte gerade diese ersten beiden Auswärtsauftritte als Standortbestimmung gesehen, um abzuklopfen, wie die Chancen sind im Kampf um den Klassenerhalt. Und nach diesem Wochenende muss man sagen: Sehr gut, die halbe Ernte dürfte damit eingefahren sein.

Natürlich hatte der Etuf gerade für dieses Auftakt-Wochenende versucht, seine beste Mannschaft ans Netz zu schicken. Was auch immer trotz aller Verträge ein bisschen Glücksspiel ist. Maria Irigoyen, die Nummer drei und ausgewiesene Doppelspezialistin, war noch in der Pflicht bei einem Turnier in Tunis und musste absagen. Gegen Aachen meldete sich Lisa Ponomar krank. Weil der Etuf aber keinen Ersatz hatte, griff Ponomar trotzdem zum Schläger, war allerdings gegen Niederländerin Eva Wacanno chancenlos und gab mit 1:6, 3:5 in den Einzeln den einzigen Essener Punkt ab.

Vor allem zwei Spielerinnen im Aufgebot des Etuf ragten wieder einmal heraus. Die Nummer eins Richel Hogenkamp (Niederlande) und die Nummer drei Tereza Martincova (Tschechien). Und da beide Neuverpflichtungen sind, können die Essener sich auch über das Glück und ihr feines Gespür bei der Personalplanung freuen. „Die beiden spielen wirklich unfassbar gut“, staunte Sabine Schmitz.

Hogenkamp behielt im Top-Einzel gegen ihre Landsmännin Quirine Lemoine die Nerven und behauptete sich nach 6:2 und 3:6 im Matchtiebreak souverän mit 10:5. Mehr kämpfen musste an Position sechs Angelique van der Meet, die gegen die Holländerin Demi Schuurs nach 4:6 und 6:2 den Matchtiebreak mit 10:8 gewann.

Für den Etuf ist dieser gelungene Saisonstart natürlich eine Bestätigung für die harte Arbeit in der Vorbereitung, die erforderlich ist, um bei begrenztem Budget eine schlagkräftige Bundesliga-Mannschaft auf die Beine zu stellen. Nun ist die Stimmung natürlich prächtig, das Team spielt nicht nur erfolgreich Tennis, sondern harmoniert auch menschlich sehr gut. Und mit zwei Siegen im Rücken lassen sich die nächsten Aufgaben natürlich etwas leichter angehen.

Erstes Heimspiel gegen Ratingen

Am kommenden Donnerstag (11 Uhr) bestreitet der Etuf in Hügel sein ersten Heimspiel gegen Ratingen, ein Team, das ebenfalls Titelambitionen hat. Der zweite Auftritt am Baldeneysee folgt gleich am darauffolgenden Samstag (11 Uhr) gegen BW Berlin. „Und da rechnen wir uns dann auch wieder etwas aus“, sagt Sabine Schmitz selbstbewusst.