ETB verliert 1:2 – Ferati macht den Unterschied

ETB Schwarz- Weiß Essen TuRu Düsseldorf. Auf dem Foto: Markus Rychlik (Turu) gegen Bilal Abdallah (ETB).
ETB Schwarz- Weiß Essen TuRu Düsseldorf. Auf dem Foto: Markus Rychlik (Turu) gegen Bilal Abdallah (ETB).
Foto: WAZ FotoPool
Bei der Niederlage gegen TuRu Düsseldorf vermisst Onisemiuc den Siegeswillen.

ETB Schwarz-Weiß-
TuRu Düsseldorf 1:2 (1:1)

ETB: Ritz – Nguanguata, Müller, Steurer, Witt – Klauke – Bayram (81. Wolters), Vennemann, Ivosevic, Geneli (90.+1 Koukladas) – Abdallah (62. Balaj).
Tore: 1:0 Steurer (11.), 1:1 Ferati (34.), 1:2 Ferati (65.).
Schiedsrichter: Jonathan Becker.
Zuschauer: 175.

Im Oktober des vergangenen Jahres stand der ETB kurz vor der Verpflichtung von Saban Ferati. Doch die Essener konnten das Gehalt nicht stemmen, so dass Ferati zu TuRu Düsseldorf wechselte. Was der ETB am Stürmer verpasst hat, mussten die Schwarz-Weißen am Ostermontag schmerzhaft erfahren: Der 24-Jährige sorgte mit seinen zwei Treffern für den 2:1-Erfolg der Landeshauptstädter am Uhlenkrug.

Führung bringt keine Sicherheit

Ferati war es, der auf dem Spielfeld den Unterschied machte. Doch ETB-Trainer Mircea Onisemiuc ging in seiner Analyse noch weiter: „TuRu hatte den Siegeswillen – wir nicht. Das, was wir gegen Kapellen oder Bösinghoven gut gemacht haben, habe ich vermisst. TuRu ist besser, aggressiver gewesen.“

Dabei hatte es für den ETB nahezu ideal begonnen. Oliver Steurer sorgte nach elf Minuten mit der ersten torgefährlichen Aktion nach einem Freistoß für die Führung. „So was motiviert normalerweise und bringt Sicherheit“, sagte Onisemiuc.

Stattdessen reagierte ETB bis in die Schlussphase hinein, anstatt zu agieren. „Wir haben alles in Zeitlupe gemacht. Wir standen nur in den Räumen, sind aber nicht in die Zweikämpfe gekommen“, kritisierte Onisemiuc. So erarbeiteten sich die Gästen mit viel Einsatz und Wucht zahlreiche Standardsituation. Nach einer solchen staubte Ferati zum 1:1 ab (34.). Und in der zweiten Hälfte behauptete Ferati nach einem Freistoß den Ball im Essener Strafraum, versetzte Gegenspieler Kevin Müller und traf zum 2:1 ins lange Eck (65.).

Der ETB kam dagegen kaum vors gegnerische Tor, weil die Essener Offensivkräfte im letzten Spielfelddrittel keine Bälle halten oder ein Dribbling für sich entscheiden konnten. Wobei Onisemiuc die Niederlage nicht an einzelnen Spielern oder Mannschaftsteilen festmachen wollte. „Wir haben als Mannschaft nicht das gemacht, was wir gut können: Im Ballbesitz bleiben, Ruhe ins Spiel bringen und dann in die Tiefe gehen. Aber ich habe schon immer gesagt, dass für uns der Abstiegskampf am ersten Spieltag losgegangen ist und uns bis zum letzten Spieltag verfolgen wird.“