ETB muss Lehrgeld zahlen

Herren 30 Tennis Bundesliga. ETB - Bayer Leverkusen. Auf dem Foto: Mirco Heinzinger (ETB).
Herren 30 Tennis Bundesliga. ETB - Bayer Leverkusen. Auf dem Foto: Mirco Heinzinger (ETB).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bei der Auftaktniederlage zum Saisonstart wäre mehr dringewesen für die Schwarz-Weißen. Gegen den RTHC Leverkusen hieß es am Ende 2:7

„Es war wesentlich mehr drin“, zog Spielertrainer Uwe Kaundinya trotz der Niederlage eine positive Bilanz. Die Aussage bezog sich nicht nur auf seinen eigenen Auftritt an Position zwei gegen den Holländer Martijn van Haasteren, gegen den er in einem hochklassigen und spannenden Spiel in der „Verlängerung“ nach drei vergebenen Satzbällen hauchdünn verlor. Entscheidend für das deutliche Ergebnis war vielmehr das Verhältnis von 4:1 bei den fünf Match-Tiebreaks für den RTHC, dass auch der Leverkusener Mannschaftsführer Christian Meier als „glücklich“ bezeichnete.

Die Bundesliga-Premiere bescherte dem Aufsteiger einen Rekordbesuch mit rund 500 Zuschauern auf der Anlage an der Frankenstraße. „Es war eine phänomenale Atmosphäre, die phasenweise Daviscup-Charakter hatte“, sah sich Uwe Kaundinya mit dem Team für die lange Vorbereitung und den Einsatz bis hin zur Kinderbetreuung belohnt: „Die wurde sehr gut angenommen und wurde zu einem Event für junge Familien, die mit ihrem Nachwuchs gekommen waren.“

Alles war perfekt – nur das Ergebnis nicht. Nach der ersten Runde deutete sich mit dem 0:3-Rückstand bereits die Niederlage an. Mirco Heinzinger und Kolja Riegels unterlagen glatt in zwei Sätzen. Ein Marathonmatch lieferten sich dagegen Uwe Kaundiya und Martijn van Haasteren. Der erste Satz dauerte bereits über 90 Minuten. Mit dem Beginn der zweiten Runde sah es kurzzeitig nach einem möglich 3:3 aus. Axel Pretzsch, Neuzugang aus Hamburg, gab einen glänzenden Einstand, gewann gegen den Italiener Francesco Aldi glatt mit 6:2 und führte bei eigenem Aufschlag im zweiten Durchgang 5:4 und 30:15, verlor dann aber noch im Match-Tiebreak. Manuel Pfeiffer revanchierte sich mit einem Drei-Satz-Erfolg ebenfalls in der „Verlängerung“ und Alexander Mühler schaffte in einem weiteren engen Match den Satz-Ausgleich, gab jedoch die Partie mit 7:10 ab.

„Wir haben auch nach dem 1:5 nicht aufgesteckt und sind hoch motiviert in die Doppel gegangen. Jeder Matchpunkt kann in der Endabrechnung wichtig sein“, so Kaundinya, der gemeinsam mit Kolja Riegels für die Ergebniskosmetik sorgte.

Die Ergebnisse: Axel Pretzsch – Francesco Aldi 6:2, 6:7, 2:10; Uwe Kaundinya – Martijn van Haasteren 6:7, 6:4, 3:10; Alexander Mühler – Benjamin Kohllöffel 4:6, 7:5, 7:10, Mirco Heinzinger – Arnd Caspari 2:6, 4:6, Manuel Pfeiffer – Daniel Rheydt 6:3, 4:6, 12:1; Koja Riegels – Volker Kaupert 2:6, 3:6; Doppel: Mühler/Heinzinger – Aldi/van Haasteren 4:6, 1:6, Pretzsch/Bakin – Caspari/Gienke 3:6, 6:2, 6:10, Kaundinya/Riegels – Kaupert/Meier 6:4, 6:2.