ETB ist in Nürnberg gefordert

Gary Johnson ist an diesem Samstag mit dem ETB in Nürnberg gefordert, am Ostermontag steht dann schon das zweite Viertelfinal-Spiel gegen die Franken auf dem Programm, in Essen am Hallo.
Gary Johnson ist an diesem Samstag mit dem ETB in Nürnberg gefordert, am Ostermontag steht dann schon das zweite Viertelfinal-Spiel gegen die Franken auf dem Programm, in Essen am Hallo.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
An diesem Samstag reist der ETB zum ersten Playoff-Viertelfinale nach Nürnberg. Point Guard Gary Johnson ist guter Dinge, „verpatzt“ aber die Generalprobe.

Gary Johnson kommt gerade vom Oster-Camp der Wohnbau Baskets. Ein „Trainingslager“ für Kids zwischen sieben und 16 Jahren. Nicht nur die Ausrichtung diverser Veranstaltungen dieser Art ist gute, alte Tradition beim ETB – auch, dass sich die Profis mit einbringen. Für Johnson war es wohl kein guter Tag. „Ich verliere ohnehin nicht so gerne, aber dann noch gegen Elfjährige?“ Johnson lacht herzlich. „Was soll ich machen? Die Kids haben wirklich sehr gut getroffen.“ Man darf zumindest hoffen, dass der Volksmund recht behält, nach dem der „Ernstfall“ gelingen wird, wenn die – in diesem Fall natürlich nur lustig gemeinte – Generalprobe „in die Hose“ geht.

Es ist Playoff-Zeit, der Basketball-Zweitligist tritt zum ersten Viertelfinalspiel an diesem Samstag bei rent4office Nürnberg an (19.30 Uhr). Gary Johnson sieht sich und sein Team gewappnet. „Wir trainieren sehr intensiv und konzentriert“, berichtet er. Da tue es tatsächlich gut, sich beim Basketball mit den Kindern ablenken zu können. „Das ist einfach sehr cool und macht Spaß. Aber jetzt stehen harte Wochen bevor.“

Essen gegen Nürnberg, das war bereits in der regulären Saison eine knifflige Auseinandersetzung. Beide Duelle gingen an die Franken, beide waren knapp (85:91 und 76:81). NBC-Coach Ralph Junge hatte sich in der vergangenen Woche nicht so richtig begeistert gezeigt, dass nun doch der ETB der Gegner ist. „Ich glaube, das ist die unangenehmste Mannschaft, die wir erwischen konnten, mit einem tiefen, ausgeglichenen Kader, der noch mit Nick Oudendag und Logan Stutz verstärkt wurde. Aber gut, jetzt haben wir den ETB, jetzt müssen wir da durch.“

Ähnlich dürfte man es auch in Essen sehen, wo man vielleicht nach dem Heimsieg gegen Vechta im ersten Moment froh war, Würzburg aus dem Weg gegangen zu sein. Doch der NBC ist nicht aufgrund glücklicher Umstände Zweiter geworden, man hat BBL-Ambitionen (u.a. will man auch eine neue Halle bauen) und wusste diese speziell auch in der Rückrunde zu untermauern. „Es ist eine schwere Aufgabe, für beide Teams“, findet jedenfalls Gary
Johnson.

Aus ETB-Perspektive darf da durchaus noch die erschreckend lange Niederlagenserie auf fremdem Parkett als Manko gelten, Johnson macht sich da aber keine Gedanken. „Wir haben auswärts nicht unbedingt schlecht gespielt, zum Teil unglücklich verloren“, findet der 32-Jährige.

40 Minuten Konzentration

Aber er weiß auch: Es geht nicht allein darum, in der Schlussphase wach zu sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Wir müssen insgesamt im Spiel fokussiert bleiben. Gerade auch wenn es auf das Ende der ersten drei Viertel zu geht.“ Das sei zu oft nicht gelungen. Recht hat er. Der Point Guard.

Positiv: Mit dem Ende der regulären Saison geht es ein Stück weit auch wieder bei „Null“ los. Das was war, hat keinen Einfluss mehr auf das, was kommen mag. Gary Johnson: „Wir haben eine gute Saison gespielt, jetzt geht es mit harter Arbeit weiter.“

Und die sieht schon am Ostermontag eine weitere Leistungsüberprüfung vor, dann steht das zweite Playoff-Viertelfinale an – in Essen am Hallo (17 Uhr). Bleibt zu hoffen, dass der NBC Gary Johnson und dem ETB mehr liegt, als der Essener Basketball-Nachwuchs.